Methanbildner

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Als Methanbildner oder Methanogene, früher auch Methanbakterien genannt, werden Archaeen (Archaea) bezeichnet, bei deren Energiestoffwechsel Methan entsteht.

Methanbildner finden sich in fünf Ordnungen:

Die Methanbildner sind strikt anaerob, sie arbeiten bei Temperaturen zwischen von 0 und 70 °C, wenige Arten sogar bei bis zu 90 °C, bei höheren Temperaturen werden sie abgetötet. Erhöhte Temperaturen steigern die Effizenz der Methanbildner. Sie benötigen pH-neutrales oder schwach alkalisches Milieu. Mist und Gülle sind besonders gute Lebensräume für Methanbakterien, sie finden hier für sie wichtige Stickstoffverbindungen, Mineralstoffe und Spurenelemente. Die Umgebung der Methanbildner muss mindestens zu 50% Wasser enthalten. Einer der natürlichen Lebensräume von Methanbildnern ist der Verdauungstrakt von Wiederkäuern. Hemmstoffe für Methanbildner sind organische Säuren, Desinfektionsmittel und Sauerstoff.

An der Bildung des Methans bei anoxyschem Abbau von organischen Stoffen sind im Wesentlichen drei Gruppen von Bakterien beteiligt: (1) fermentative Bakterien, die organische Stoffe zu Alkoholen, organischen Säuren, Kohlenstoffdioxid und elementarem Wasserstoff (H2) abbauen, (2) acetogene Bakterien, die Alkohole und organische Säuren zu Essigsäure, elementarem Wasserstoff und Kohlenstoffdioxid abbauen, (3) methanogene Bakterien, die Essigsäure, Kohlenstoffdioxid und elementaren Wasserstoff zu Methan und Wasser umsetzen. Für alle drei Gruppen dienen die Stoffumsetzungen als Energiequelle. Nimmt man für die unter Methanogenese abgebauten organischen Stoffe als Modellstoff Traubenzucker, so kann der sehr komplizierte Abbau stark vereinfacht mit der folgenden Bruttogleichung beschrieben werden:

<math> C_6H_{12}O_6 \rightarrow 3\,CH_4 + 3\,CO_2 </math> Bild:Pixel.gif

Danach sieht es so aus, als würde Traubenzucker in Methan und Kohlenstoffdioxid aufgespalten, was in Wirklichkeit nicht der Fall ist.



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