Messe (Wirtschaft)

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Eine Messe im wirtschaftlichen Sinne ist eine zeitlich begrenzte, wiederkehrende Veranstaltung, die es Herstellern oder Verkäufern einer Ware oder einer Dienstleistung ermöglicht, diese zur Schau zu stellen, zu erläutern und zu verkaufen. Nach Definition des deutschen Messeverbandes AUMA sollte eine Messe sich vornehmlich an Fachpublikum wenden. Wendet sich die Veranstaltung vornehmlich an das allgemeine Publikum, handelt es sich um eine Ausstellung.

Kunden haben auf einer Messe die Möglichkeit, die Angebote verschiedener Anbieter zu vergleichen und sich ein Bild von der Marktsituation zu machen. Ausstellende Unternehmen geht es um Gewinn oder Auffrischung von Kundenkontakten, Steigerung des Bekanntheitsgrades sowie Informationsaustausch. Gesamtwirtschaftlich tragen Messen zu Schaffung von Markttransparenz bei und können regional positive Beschäftigungseffekte (Umwegrendite) auslösen.

Inhaltsverzeichnis

Bekannte Beispiele

Begriff

Der Begriff geht auf das Heiligenfest mit kirchlicher Messe zurück, denn in der Regel wurde der Namensgeber beziehungsweise der Schutzheilige der Kirche jährlich durch eine zeremonielle Messe geehrt. Aus dem oft parallel stattfindenden Jahrmarkt entwickelten sich die heute üblichen funktionalen Ausstellungen und Verkaufsveranstaltungen von Waren oder Warenmustern – damals wie heute oft im Frühjahr und Herbst. Kirchenzentren auf der Messe, Meditationsräume, die unter anderem Gebetsteppiche zur Verfügung stellen, bringen den Ursprung wieder ins Spiel. Allgemein spricht man von einer Mustermesse oder einer Warenmesse.

Standort

Deutschland ist der international führende Standort für Messen und Ausstellungen. Fünf der zehn größten Messegesellschaften der Welt stammen aus Deutschland, zusammen erzielten sie im Jahr 2003 einen Umsatz in Höhe von 2,5 Mrd.€. Jährlich werden zwischen 140 und 150 internationale Messen und Ausstellungen durchgeführt, die von ca. 160.000 Ausstellern genutzt und 9-10 Mio. Besuchern besucht werden. Die größten Ausstellungshallen befinden sich auf der Deutsche Messe in Hannover (495.265 m²), der Frankfurter Messe (324.023m²), Koelnmesse (286.000m²) und der Messe Nürnberg (152.000m²). Große Freiluftgelände befinden sich auf der Messe München (210.000m²), Bremen (101.200m²) sowie Berlin (100.000). (Quelle: AUMA (2004) s.u.)

Einige Messen mieten das Gelände und treten selbst als Veranstalter auf: in Frankfurt am Main beispielsweise sind das die Buchmesse (jährlich), die IAA (alle zwei..) und die Achema (alle drei Jahre).

In der sehr diversifizierten Messewirtschaft haben sich mittlerweile Fachmessen, wie zum Beispiel die METAV, durchgesetzt und die traditionellen Mehrbranchenmessen (zum Beispiel Leipziger Herbstmesse in der ehemaligen DDR) verdrängt. Jede Branche hat mittlerweile eine sogenannte Leitmesse, die den wichtigsten Branchentreff dieser Industrie darstellt.

Literatur

  • AUMA (Hrsg.)(2004): Die Messewirtschaft: Fakten, Funktionen, Perspektiven, Berlin
  • AUMA (Hrsg.) (1996): AUMA-Leitsätze zur Typologie von Messen und Ausstellungen

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