Massenanteil
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Allgemein ist der Massenanteil (Formelzeichen: ω oder y), früher auch Massenbruch, einer Komponente an einem Stoffgemisch die relative Masse dieser Komponente an der Gesamtmasse des Stoffgemisches.
Beispielsweise <math>y_{\rm BDN}</math> für den Massenbruch von Bernsteinsäuredinitril.
Berechnet wird er über den Bruch aus der Masse der Komponente durch die Gesamtmasse des Stoffgemisches.
- <math>\omega_{\mathrm{Komponente}} = \frac{m_{\mathrm{Komponente}}}{m_{\mathrm{Stoffgemisch}}}</math>
wobei gilt:
- <math>0 \le \omega_{\mathrm{Komponente}} \le 1</math>
bei n Komponenten:
- <math>\sum_{k=1}^n \left({\omega_{k\mathrm{\textrm{-}te\ Komponente}}}\right) = 1</math>
Der Massenanteil ist somit ein Maß für die anteilige Masse einer Komponente an einem Gemisch und findet vor allem in T-w-Phasendiagrammen Verwendung. Beträgt der Massenanteil 1 liegt die entsprechende Komponente in Reinform vor, beträgt er 0, ist sie nicht im Gemisch enthalten. Multipliziert man den Massenanteil mit 100 %, so lässt er sich auch in Form einer prozentualen Größe angeben, als so genanntes Gewichtsprozent (Abk.: Gew.-%) oder korrekter Massenprozent.
Da ein solches Maß vielseitig einsetzbar ist, ergeben sich aus ihm zahlreiche Anwendungsgebiete in verschiedensten Fachbereichen, vor allem der Chemie (Mischphase), aber auch der Mineralogie, Petrologie, Materialwissenschaft und Werkstoffkunde, um beispielsweise die Zusammensetzung von Gesteinen, Mineralen (Mischkristall) und Legierungen zu beschreiben.
Lösungen
Für das Beispiel einer Lösung berechnet sich der jeweilige Massenanteil des Lösungsmittels bzw. der gelösten Komponenten wie folgt:
- <math>\omega_{\mathrm{L\ddot osungsmittel}} = \frac{m_{\mathrm{L\ddot osungsmittel}}}{m_{\mathrm{gel\ddot oste\ Komponente}}+m_{\mathrm{L\ddot osungsmittel}}}</math>
- <math>\omega_{\mathrm{gel\ddot oste\ Komponente}} = \frac{m_{\mathrm{gel\ddot oste\ Komponente}}}{m_{\mathrm{gel\ddot oste Komponente}}+m_{\mathrm{L\ddot osungsmittel}}}</math>
bei n gelösten Komponenten:
- <math>\sum_{k=1}^n \left({\omega_{k\mathrm{\textrm{-}te\ gel\ddot oste\ Komponente}}}\right)+\omega_{\mathrm{L\ddot osungsmittel}} = 1</math>
Bei näherungsweisen Rechnungen wird im Spezialfall vereinfacht angenommen, dass der Massenanteil der Komponente in Relation zur Lösung vernachlässigbar klein ist und man daher den Massenanteil der Lösung gleich 1 setzen kann.
Siehe auch
Stoffmengenanteil, Volumenanteil



