Maracaibo-See
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Der Maracaibo-See ist ein Binnensee im Maracaibobecken, im Nordwesten von Venezuela.
Geschichte
Die Indianer nannten den Maracaibo-See Conquibacao. Am 24. August 1499 fuhren Amigo Vespucci und Alonso de Ojeda durch eine Landenge in einen riesigen Brackwassersee, den sie Lago de Bartolomé, nach dem Tagesheiligen Bartholomäus. Später erhielt der See den Namen Lago de Maracaibo "Maracaibo-See".
Geographie
Der See ist etwa 13.000 km² groß und bis zu 50 m tief. Er ist durch die 75 km lange und 8 km breite Meerenge Canal de San Carlos mit dem Golf von Venezuela und der Karibik verbunden. An der Einfahrt in den See befindet sich die Hafenstadt Maracaibo. Die Flüsse Catatumbo, Santa Ana und Chama münden in den Maracaibosee.
Der nördliche Teil des Sees enthält noch Brackwasser, während der südliche Teil völlig ausgesüßt ist. Am Ostufer des Sees lagern die reichsten Erdölvorräte von Venezuela. Der Maracaibo-See gilt zusammen mit dem Titicaca-See aufgrund seiner nur schmalen Verbindung zum Golf von Venezuela und damit zum offenen Meer als der größte Binnensee Südamerikas. Der See wird wegen seiner kurzen Verbindung zum Meer auch von Hochseeschiffen befahren. 1964 kam es auf dem Maracaibo-See zu einem Tankerunglück, das aber glücklicherweise ohne weitere Folgen für den See blieb.
Im Sommer des Jahres 2004 kam es auf dem See zu einer Plage durch Entengrütze. Die Ursache für die massenhafte Ausbreitung dieser Wasserpflanze wird in der zunehmenden Aussüßung des Seewassers durch verstärkte Regenfälle gesehen. Daneben spielen Umwelteinflüsse durch die Erdölindustrie eine Rolle. Koordinate: 9° 44′ 33" n. Br., 71° 33′ 28" w. L.



