Maikäfer
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| Maikäfer | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Melolontha | ||||||||||||
| Müller, 1764 |
Die Gattung der Maikäfer (Melolontha) wird in Mitteleuropa vorwiegend vom Feldmaikäfer (Melolontha melolontha L.) vertreten. Im nördlichen und östlichen Europa kommt der Waldmaikäfer (Melolontha hippocastani) auf sandigen Böden vor. Eine dritte Art, die dem Feldmaikäfer (Melolontha melolontha L.) sehr ähnlich ist, Melolontha pectoralis, ist sehr selten geworden und nur noch vereinzelt in Mitteleuropa anzutreffen, es gibt nur noch hin und wieder Sichtungen in Südwestdeutschland. Das Hauptverbreitungsgebiet des Maikäfers liegt in Zentraleuropa, vor allem auf der Fläche der Bundesrepublik Deutschland.
Die Maikäfer gehören zur Familie der Blatthornkäfer (Scarabaeidae), die aufgrund der Form der familientypischen fächerartigen Fühler so genannt wird. Allerdings sind diese bei den Weibchen sehr viel schwächer ausgeprägt als bei den männlichen Tieren. So finden sich bei den Männchen 7 Fühlerplättchen, die mit bis zu 50.000 Geruchsrezeptoren besetzt sind, bei den Weibchen hingegen weist der sechslappige Fühlerfächer, der nur gut halb so lang ist wie der der männlichen Käfern, nur gut 8.000 dieser Rezeptoren auf.
Der Maikäfer gräbt sich in den Monaten April und Mai aus dem Erdboden, fliegt hauptsächlich im Mai und Juni und ernährt sich überwiegend von Blättern von Laubbäumen. Bei bis zu drei Eiablagen werden 10-30 Eier in eher feuchte Humusböden eingebracht. Nach 4-6 Wochen schlüpfen die Engerlinge.
Maikäfer haben eine Zykluszeit von 4 Jahren, d.h. dass die frischgeschlüpften Engerlinge nach vier Jahren eine vollständige Metamorphose zum geschlechtsreifen Tier durchgemacht haben. Diese Zyklen sind regional synchronisiert, auf 4 Jahre mit niedrigem Aufkommen folgt in bestimmten Gebieten ein Jahr mit deutlich mehr Käfern. Diesem Zyklus ist vermutlich ein über 20-jähriger Populationsrhythmus überlagert, an dessen Phasenende eine der berüchtigten Maikäferplagen steht. Bei einer dieser Plagen wurden im Jahre 1911 auf einer Fläche von etwa 1800 ha rund 22 Millionen Käfer gesammelt.
Die Motivation für das Lied von Reinhard Mey, "Es gibt keine Maikäfer mehr", kommt höchstwahrscheinlich von den Folgen der massiven Bekämpfung der Maikäfer mit Insektiziden vom Anfang der 1950er bis in die 1970er hinein, aufgrund der großen Schäden, die die gefräßigen Insekten verursachten. So wurden die Maikäfer fast ausgerottet, jedoch erholte sich der Bestand in den letzten Jahren wieder und aus Teilen Mitteleuropas wurden in den letzten Jahren wieder größere Bestände gemeldet.
Siehe auch
Junikäfer (Rhizotrogus marginipes), Gemeiner Rosenkäfer (Cetonia aurata), Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola), Maikäferbund, Maikäfersuppe
Weblinks
- "Artikel von José Verkests und Maria Pfeifers Athropoden-Website zum Maikäfer"
- Melolontha hippocastani F. & M. melolontha L. - Waldmaikäfer & Feldmaikäfer
- vistaverde.de
- Uni Stuttgart zum Maikäfer
- Bruno der Maikäfer



