Lysozym

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Bild:Lysozyme.png Bild:Lysozyme crystal1.JPG Lysozym (auch: Muramidase) ist ein in Speichel, Tränen, sowie Nase- und Darmschleimhäuten aber auch Blutplasma vorkommendes Enzym (EC 3.2.1.17), das gegen Bakterien wirkt, indem es deren Zellwand abbaut; ist wichtig für die Abwehr bakterieller Infektionen.

Es ist in manchen Halsschmerztabletten enthalten. Allerdings fehlt hier ein echter Wirknachweis. Dieses therapeutisch verwendete Lysozym wird aus Hühnereiern gewonnen, es heißt daher auch HEW-Lysozym (Hen-egg-white = Hühnereiweiß). Von diesem HEW-Lysozym lassen sich leicht Proteinkristalle herstellen. Die molekulare Struktur des HEW-Lysozyms konnte daher schon 1965 von David Phillips durch Kristallstrukturanalyse bis in atomare Details aufgeklärt werden. Lysozym wurde 1922 von Alexander Fleming entdeckt.

Als Lebensmittelzusatzstoff trägt es die Bezeichnung E 1105.

HEW-Lysozym besteht aus 129 Aminosäuren. Es hat ein Molekulargewicht von etwa 14.300 Dalton. Es besitzt 4 Disulfidbrücken. Der Isoelektrischer Punkt liegt bei 9 - 11. Es ist in der Natur weitverbreitet.

Vorkommen:


Lysozym (Muramidase, Mucopeptid-Glucohydrolase) spaltet die ß-1,4-glycosidische Bindung zwischen N-acetyl-D-Muramin-Säure und 2-Acetylamino-2-deoxy-D-glucose (= N- acetyl-glucosamin) in den Zuckerketten des Peptidoglucangerüsts der Bakterienzellwand. Bei der Abtötung von gram-negativen Bakterien muss EDTA zur permeabilisierung der Außenmembran hinzugegeben werden. Lysozym greift sehr langsam auch Chitin an.

Lactone haben, aufgrund struktureller Ähnlichkeit mit dem Enzymsubstrat, eine starke kompetitive Hemmwirkung auf Lysozym.

Literatur

  • Alexander Fleming 1922 Proceedings Royal Society London 93B, 306

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