Lysin

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L-Lysin ((S)-2,6-Diaminohexansäure) gehört zu den 20 proteinogenen (eiweißbildenden) Aminosäuren (siehe auch: Proteinbiosynthese).

Strukturformel
Bild:Amminoacido lisina formula.png
Allgemeines
Name Lysin
Abkürzung Lys, K
Restname Lysyl-
essentiell ja
Andere Namen keine
Summenformel C6H14N2O2
CAS-Nummer 39665-12-8
Kurzbeschreibung weißes Pulver
Eigenschaften
Molmasse 164,19 g/mol
Aggregatzustand fest
Dichte  ? g/cm³
Schmelzpunkt 225 °C
Siedepunkt  ? °C
Dampfdruck  ? Pa (x °C)
Löslichkeit gut in Wasser (300 g/L bei 20 °C)
Seitenkette basisch
isoelektrischer Punkt 9,6
pKs-Werte pKs1: 2,18 pKs2: 8,95 pKs3: 10,53
Sicherheitshinweise
Gefahrensymbole
keine
R- und S-Sätze

R: -
S: -

MAK nicht festgelegt
Lagerung dicht verschlossen, trocken, +2 °C bis +8 °C
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
 

Inhaltsverzeichnis

Eigenschaften

Gemeinsam mit Arginin und Histidin gehört Lysin in die Gruppe der basischen Aminosäuren oder Hexonbasen. Diese besitzen eine basische Gruppe, im Fall des Lysin eine freie Aminogruppe in der Seitenkette, durch die sie als Lauge reagieren. Die Ladung des Lysin ist pH-abhängig (pK-Wert: ~ 10).

Vorkommen

Lysin gehört für den Menschen zu den essentiellen Aminosäuren, es kann im Organismus nicht selbst hergestellt werden und muss deshalb mit der Nahrung aufgenommen werden. Dabei benötigt ein erwachsener Mensch etwa 1–1,5 g Lysin pro Tag. Besonders viel Lysin enthalten Parmesan, Fisch, Schweine- und Rinderfilet, Sojabohnen, Weizenkeime sowie Linsen und Erdnüsse.

Synthese


Funktionen

Lysin ist eine der Aminosäuren, die bevorzugt postsynthetisch modifiziert werden. Dabei kann die Ladung erhalten bleiben (mono- und di-Methylierung) oder verschwinden (Acetylierung). Im Kollagen wurde ein modifiziertes Lysin gefunden, das Hydroxylysin mit einer OH-Gruppe in der Seitenkette. Dieses erlaubt die nachfolgende O-Glycosylierung in endoplasmatischen Retikulum und Golgi-Apparat und bestimmt damit die Packungsdichte dieses wichtigen Faserproteins.

Beim Abbau des Lysin (Eiweißfäule) entsteht über Pipecolinsäure das Leichengift Kadaverin (Pentamethylendiamin)



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