Lunisolarkalender
aus Freepedia, der freien Wissensdatenbank
Ein Lunisolarkalender (von lateinisch Luna, Mond, und Sol, Sonne) ist ein Kalender, der sich sowohl nach dem Lauf der Sonne als auch nach dem Lauf des Mondes richtet.
Die Umlaufdauer der Erde um die Sonne beträgt etwa 365,2422 Tage, die synodische Periode des Mondes (Zeit von Neumond bis Neumond) etwa 29,53 Tage. Das Jahr lässt sich also nicht ganzzahlig in Monate teilen. Die meisten Völker verwendeten daher entweder Mondkalender oder Sonnenkalender.
Ein Lunisolarkalender verbindet Sonnen- und Mondlauf. Hierbei wird ausgenutzt, dass 19 Jahre und 235 Mond-Monate fast exakt die gleiche Anzahl an Tagen ergeben (6939,5 Tage). Diese Gesetzmäßigkeit nennt man Metonischer Zyklus, sie wurde im alten Griechenland von dem Athener Meton entdeckt, auch im alten China war sie schon bekannt.
19 Jahre zu je 12 Monaten entsprechen nur (19 * 12 =) 228 Monaten. Von 19 Jahren müssen daher sieben Jahre jeweils einen dreizehnten Monat haben (228 + 7 = 235). Diese werden auf verschiedene Weise eingeschoben: entweder regelmäßig mittels eine mathematischen Formel (z.B. Jüdischer Kalender) oder je nach Bedarf -- etwa indem Priester beobachten, wie reif das Getreide schon ist, wenn die Frage ansteht. Die Griechen, Römer (bis zur Einführung des Julianischen Kalenders - 46 v. Chr.), die Juden, und ebenso auch die Chinesen verwendeten einen Lunisolarkalender. Das christliche Osterfest wird noch bis heute nach einem solchen Kalender berechnet.
Siehe auch: Lunisolarjahr



