Lungenvolumen

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Unter dem Lungenvolumen versteht man das Volumen der Luft, das die Lunge speichern kann. In Ruhe sind die Atemzüge flach. Kräftiges Aus- und Einatmen aktiviert die Kapazitäten der Lunge, die die Voraussetzung für körperliche Anstrengungen sind. Je nach Aktivierbarkeit unterscheidet man zwischen verschiedenen Teilvolumina:

  • Vitalkapazität (Inspirationskapazität): Maximal ausatembares (einatembares) Luftvolumen, bestehend aus:
    • Atemzugvolumen: normal eingeatmetes Luftvolumen
    • Inspiratorisches/exspiratorisches Reservevolumen: Luftmenge, die zusätzlich ein- bzw. ausgeatmet werden kann.
  • Totalkapazität: Gesamtes Lungenvolumen, bestehend aus:
    • Vitalkapazität
    • Residualvolumen: Luftmenge, die sich aus der Lunge nicht ausatmen läßt.
  • Funktionelles Residualvolumen: Luftvolumen, dass beim normalen Atmen in der Lunge verbleibt (also die Summe aus Reservevolumen + Residualvolumen).

Ungefähr im Alter von 20 Jahren erreicht der Mensch die maximale Vitalkapazität V. Sie liegt bei V = 3-4 Litern und kann im Alter auf Werte von weniger als 2 Litern abfallen. Leistungsschwimmer erreichen Werte von 8 Litern.
Als Richtwert für einen erwachsenen jungen Mann, abhängig von seiner Körpergröße G, gilt:

<math> V = 2{,}5 \cdot G</math>

Bei Frauen ist dieser Wert um ca. 25% kleiner:

<math> V = 1{,}88 \cdot G</math>

Siehe auch

Lungenfunktion - Spirometrie



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