Lugh
aus Freepedia, der freien Wissensdatenbank
Lugh (der Leuchtende oder der Krieger ), der auch die Beinamen Lamhfhada (mit dem langen Arm) und Samildanach (der Kunstfertige) hat,ist eine Gestalt der frühmittelalterlichen irischen Sage. Er wird als "Sonnengott" bezeichnet stellt jedoch nicht die Verkörperung der (bei den Kelten stets weiblich gedachten) Sonne dar. Stattdessen ist er ein Lichtgott dessen Antlitz hell wie die Sonne ist und der auf einem magischen Stretwagen in die Schlacht gegen die dämonischen Formoren zieht.
Inhaltsverzeichnis |
Herkunft und Geburt
Seine Mutter war Ethlinn, die Tochter des Formorier Königs Balor und sein Vater Cian, ein junger Druide oder Zaubersänger der Tuatha de Danaan. Einer Prophezeihung nach war es Balor bestimmt, durch die Hand seines Enkels zu sterben. Aus diesem Grund schloss er seine Tochter in einen Turm aus Kristall ein um zu verhindern, dass sie schwanger werden konnte. Dennoch gelang es Cian mit Hilfe der Druidin Birog, in den Turm einzudringen. Aus dieser Verbindung stammte Lugh. Dennoch schleuderte Balor ihn nach seiner Geburt ins Meer. Birog rettete den Säugling und gab ihn an Manannan den Sohn des Meeres, der so sein Ziehvater wurde. Seine Amme war Tailtiu .
Familie
Der Sage nach zeugte Lugh mit der sterblichen Dechtire den Halbgott CuChullain der auch als Lughs Wiedergeburt gilt.
Ankunft bei den Tuatha de Danaan
Lugh war erfindungsreich. Eine irische Erzählung schildert, wie der Gott nach Tara reiste und dort während eines Festes am königlischen Hof ankam. Da nur diejenigen den Hof betreten durften, die eine besondere Fähigkeit nachweisen konnten, wurde Lugh vom Türhüter befragte. Lugh gab an, er sei ein guter Arbeiter, aber der Türhüter entgegnete, man habe bereits einen bei Hofe und weiteren Bedarf gäbe es nicht. So gab Lugh an, er sei Schmied. Auch hier erhielt er dieselbe Antwort. Ebenfalls war kein Bedarf an einem guten Kämpfer, einem Schwertkämpfer ohne Gleichen, einem Harfner, einem Helden, einem Poeten, einem Historiker, einem Zauberer und einem Handwerker, denn alle diese Fähigkeiten würden bereits von einem Mitglied der Tuatha de Danaan repräsentiert. Lughs schlaue Gegenfrage war jedoch, ob sie bereits einen hätten, der all diese Fähigkeiten besäße. Da dieses nicht der Fall war, wie der Torwächter zugeben musste, durfte Lugh eintreten und sich den Tuatha de Danaan anschließen.
Lugh als Anführer der Tuatha de Danaan
In der zweiten Schlacht von Mag Tuireadh der Tuatha de Danaan gegen die Formorier tötete Balor den König Nuada mit seinem Auge. Lugh konnte das Auge mit einer Schlinge herausziehen und Balor töten.
Sonstiges
Der Sage nach begründete Lugh in Andenken an seine verstorbene Ziehmutter Tailtiu das Fest Lughnasadh.
Die Gestalt des Lugh geht wahrscheinlich auf den altkeltischen Gott Lugos zurück, der als "Lugoves" auch in mehrfacher Gestalt auftritt und als Gott der Handwerker, insbesondere der Schuster, angesehen wird.
Die weitverbreiteten Städtenamen wie "Lugdunum" gehen wohl nicht auf Lugos direkt zurück sondern auf die Bedeutung des Namens "Lugos" als "Krieger". Wohl wegen der Bedeutung "Krieger" wurden von den Kelten auch der als Orakel geltende Rabenvogel als "Lugo" bezeichnet.
In der kymrischen Sage entspricht dem Lugh die Gestalt des Llew.
Siehe auch
Liste keltischer Götter und Sagengestalten



