Luftdruckmessung in der Luftfahrt

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Zur Messung des Luftdrucks werden in der Luftfahrt verschiedene Kennwerte und Verfahren verwendet, welche sich von jenen der Meteorologie unterscheiden.

Inhaltsverzeichnis

Messprinzip

Altimeter sind Barometer, die statt des Luftdrucks eine Höhe anzeigen. Meist macht der Zeiger 1 Umdrehung pro 1000m oder 1000 Fuß; der km-Wert erscheint in einem kleinen Fenster, ein zweites dient zum o.e. Kalibrieren auf die herrschenden Wetterverhältnisse. Des Weiteren werden Variometer verwendet.

Die Genauigkeit beträgt einige Zehnermeter, wird aber in größeren Flughöhen geringer. Überhalb 5.000 Fuß MSL (Mean Sea Level, mittlerer Meeresspiegel) oder 2500ft über Grund (das höhere zählt) müssen alle Flugzeuge 1013,2 HPa eingestellt haben (es ist der Standarddruck 1013,2 HPa wie im Bild der Website) und sind so durch Einhalten der richtigen Flugflächen vor Kollisionen sicher.

QFF

Als QFF bezeichnet man den aktuellen Luftdruck, meist eines Flugplatzes, reduziert auf Meereshöhe. Man verwendet diesen in der Meteorologie, um die Luftdrücke verschiedener Orte auf unterschiedlichen Höhen vergleichen zu können.

Im Gegensatz zum QNH, bei dem als Temperatur immer 15°C genommen wird (Standardatmosphäre), werden folgende Werte zur Berechnung hinzugezogen:

  • Ortsluftdruck
  • Ortshöhe über NN (Normal Null)
  • Aktuelle Temperatur
  • Luftfeuchte resp. Dampfdruck

QFE

QFE steht für den Flugplatz-Luftdruck am Boden. Wird QFE im Altimeter eingestellt (zum Beispiel vor Start oder Landung), so erhält man den auf Flugplatzhöhe bezogenen barometrischen Luftdruck. Auf dem Flugplatz zeigt der Höhenmesser dann eine Höhe von 0 m oder 0 ft an. (Merksatz: QFE = Höhe der Kufe (Ku-F-E) auf dem Platz = 0 m oder 0 ft)

Der Unterschied zum vorhergehenden Wert, dem QFF, ist, dass man in Flugplatzhöhe nicht die Standard-Temperatur, sondern die tatsächliche Temperatur einrechnet.

I.S.A. = ICAO-Standard-Atmosphäre

Als Ausgangswerte wurden festgelegt: Luftdruck in Meeresniveau 1013,2 hPa, Temperatur in Meereshöhe +15°C, vertikaler Temperaturgradient 0,65°C je 100 Meter Höhenzunahme. Höhe der Tropopause 11000 Meter, Temperatur in der Tropopause und darüber konstant -56,5°C, Luftfeuchtigkeit 0%.

Anhand errechneter Mittelwerte von Luftdruck, Temperatur und Dichte als Funktion der Höhe vor allem für die Luftfahrt erstellte standardisierte Atmosphäre

QNH

Die Abkürzung QNH steht für den nach Standardatmosphäre auf Meeresniveau reduzierten Luftdruck an der Messstation. Im Gegensatz zum QFF wird als Flugplatz-Temperatur nicht die aktuelle Temperatur, sondern immer 15 °C verwendet.

Wird im Einstellfenster eines Altimeters der QNH-Wert eingestellt, so erhält man die Flughöhe über MSL oder Meeresspiegel angezeigt. Nach der Landung des Luftfahrzeuges zeigt der Höhenmesser die Platzhöhe an. Der QNH-Wert ist abhängig vom lokalen, aktuellen Luftdruck, was zur Folge hat das dieser umso niedriger ist als QNH, je näher man an einem Tiefdruckgebiet ist. Luftdruckbedingte Abweichungen können beträchtlich sein, daher ist vor einer Landung stets das aktuelle QNH zu erfragen. (Merksatz: „Vom Hoch ins Tief geht schief.“)


siehe auch: Schleppkegel

Weblinks

Fliegt man von einem Hochdruckgebiet in ein solches niedrigeren Luftdrucks, zeigt der Altimeter (Höhenmesser) eine zu große Höhe an, wenn das QNH nicht entsprechend korrigiert wird. Die Folgen können katastrophal sein.



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