Loris

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Loris
Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Euarchontoglires
Ordnung: Primaten (Primates)
Unterordnung: Feuchtnasenaffen (Strepsirhini)
Familie: Loris
Wissenschaftlicher Name
Loridae
Gattungen

Die Loris (Loridae oder Lorisidae) sind eine Familie aus der Ordnung der Primaten. (Um Verwechslungen mit der Unterfamilie der Papageien zu vermeiden, werden diese auch als Lories bezeichnet). Es sind schlanke, baumbewohnende Tiere, die eng mit den Galagos verwandt sind. Die Familie wird in vier Gattungen mit sechs Arten unterteilt.

Inhaltsverzeichnis

Verbreitung

Loris leben im tropischen, zentralen Afrika sowie in Süd- und Südostasien.

Beschreibung

Loris haben ein dichtes, wolliges Fell, das meist grau oder braun gefärbt ist, es ist an der Oberseite dunkler. Die großen Augen, die typisch für nachtaktive Tiere sind, sind nach vorne gerichtet, die Ohren sind klein und oft teilweise im Fell verborgen. Die Daumen sind den anderen Fingern gegenüberstellbar, die Zeigefinger der Vorderhände sind verkümmert. An der zweiten Zehe der Hinterhände haben sie die für Feuchtnasenaffen typische Putzkralle. Ihre Schwänze sind kurz oder fehlen ganz. Sie erreichen eine Kopfrumpflänge von 17 bis 40 cm und das Gewicht variiert je nach Art zwischen 0,3 und 2kg.

Lebensweise

Loris sind nachtaktive Baumbewohner. Diese Tiere sind im Gegensatz zu den Galagos durch langsame, bedächtige Bewegungen gekennzeichnet, außerdem springen sie nie. Mit ihren kräftigen Händen klammern sie sich an den Ästen fest und lassen sich auch mit Gewalt nicht herunterbringen. Die meisten Loris leben einzelgängerisch oder höchstens in kleinen Familienverbänden.

Nahrung

Die Hauptnahrung der meisten Loris besteht aus Insekten, daneben verzehren sie auch noch Vogeleier und kleine Wirbeltiere sowie Früchte und Baumsäfte.

Fortpflanzung

Die Tragzeit der Loris beträgt vier bis sechs Monate, sie bringen je nach Art ein bis zwei Jungtiere zur Welt. Diese klammern sich oft an den Bauch der Mutter oder warten in Nestern, während die Mutter auf Nahrungssuche geht. Nach drei bis neun Monaten – je nach Art – werden sie entwöhnt und sind mit zehn bis achtzehn Monaten geschlechtsreif. Die Lebenserwartung der Loris kann bis zu 20 Jahre betragen.

Gefährdung

Loris zählen generell zu den nicht so stark gefährdeten Arten. Zu schaffen macht ihnen dennoch die Zerstörung ihres Lebensraumes.

Gattungen

  • In Zentralafrika leben die zwei Arten der Bärenmakis (Gattung Arctocebus).
  • Ebenfalls in Zentralafrika lebt der Potto (Perodicticus potto),
  • Südasien ist die Heimat des Schlanklori (Loris tardigradus).
  • In Südostasien kommen die zwei Arten der Plumploris (Nycticebus), die größten Mitglieder der Familie, vor.


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