Landtagswahl
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Als Landtagswahl wird in der föderalistischen Bundesrepublik Deutschland die Wahl zum Landesparlament eines Bundeslandes bezeichnet. In den Stadtstaaten bezeichnet man ein Parlament nicht als Landtag, sondern als Bürgerschaft (Hamburg und Bremen), bzw. als Abgeordnetenhaus (Berlin). Ein gewählter Abgeordneter wird als Mitglied des Landtages (MdL) bezeichnet. Die Legislaturperiode oder Wahlperiode, der Abstand zwischen den einzelnen Landtagswahlen, beträgt in Deutschland je nach Bundesland zwischen vier und fünf Jahren.
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Wie gewählt wird
Das Bundesland ist in Wahlkreise (nicht identisch mit Landkreisen) eingeteilt, und diese Wahlkreise wiederum in Stimmbezirke, die über jeweils ein Wahllokal verfügen.
In jedem Wahlkreis wird ein Abgeordneter direkt in den Landtag gewählt. Danach gibt es noch die Landesliste einer jeden Partei, von welcher Abgeordnete in den Landtag gelangen, wenn eine Partei mehr im prozentualen Gesamtergebnis beteiligt ist als durch ihre gewonnenen Direktmandate bereits reflektiert ist (siehe auch: Überhangmandat).
Während in einer Bundestagswahl Direktkandidat und Landesliste separat mit zwei Stimmen gewählt werden, entscheidet sich der Wähler bei der Landtagswahl mit einer Stimme sowohl für einen Kandidaten als auch dessen Landesliste.
Die Fraktion der Nichtwähler stärkt automatisch die Parteien, die mehr Direktmandate haben als es ihrer prozentualen Gewichtung entspricht.
Wahltermine
Vereinzelt wird Kritik an der Anzahl der Wahltermine in Deutschland und der Kürze der Legislaturperioden laut, da die Länderkammer in einem hohen Maß auch an der Gestaltung der Bundespolitik beteiligt ist. Häufige Wahlen führen in den Augen der Kritiker zu einem "Dauerwahlkampf", der die Politik lahmlege. Als Lösung wird häufig gefordert, die Legislaturperioden zu verlängern. Vereinzelt wurden die Legislaturperioden in den letzten Jahren bereits von 4 auf 5 Jahren verlängert, so 2003 in Hessen. Andere Vorschläge fordern eine Gleichtaktung der Wahltermine aller deutschen Bundesländer und nur bei Koalitionsbrüchen außerplanmäßige Wahltermine, die zu verkürzten Legislaturperioden in den betroffenen Ländern führt, die nur bis zum nächsten Takt reichen. Langfristig ist davon auszugehen, dass man sich auf eine solche Taktung einigen wird.
Bundesländer und Parlamente in Deutschland
| Bundesland | Volksvertretung | Nächste Wahl |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Landtag | Termin: 26.03.2006 |
| Rheinland-Pfalz | Landtag | Termin: 26.03.2006 |
| Sachsen-Anhalt | Landtag | Termin: 26.03.2006 |
| Berlin | Abgeordnetenhaus | voraussichtl. 3. Quartal 2006 |
| Mecklenburg-Vorpommern | Landtag | voraussichtl. 3. Quartal 2006 |
| Bremen | Bürgerschaft | voraussichtl. 2. Quartal 2007 |
| Niedersachsen | Landtag | voraussichtl. 2. Quartal 2008 |
| Hessen | Landtag | voraussichtl. 2. Quartal 2008 |
| Hamburg | Bürgerschaft | voraussichtl. 2. Quartal 2008 |
| Bayern | Landtag | voraussichtl. 3. Quartal 2008 |
| Thüringen | Landtag | voraussichtl. 2. Quartal 2009 |
| Saarland | Landtag | voraussichtl. 3. Quartal 2009 |
| Brandenburg | Landtag | voraussichtl. 3. Quartal 2009 |
| Sachsen | Landtag | voraussichtl. 3. Quartal 2009 |
| Schleswig-Holstein | Landtag | voraussichtl. 2. Quartal 2010 |
| Nordrhein-Westfalen | Landtag | voraussichtl. 2. Quartal 2010 |
siehe auch: Liste der Wahltermine in der Bundesrepublik Deutschland
Statistiken deutscher Landtagswahlen
Sitzverteilung in den deutschen Landesparlamenten
- Landtagswahlergebnisse: Niedersachsen
- Landtagswahlergebnisse: Nordrhein-Westfalen
- Landtagswahlergebnisse: Saarland
- Landtagswahlergebnisse: Sachsen
- Landtagswahlergebnisse: Schleswig-Holstein
- Landtagswahlergebnisse: Thüringen
- Bürgerschaftswahlergebnisse: Bremen
Österreich
Weblinks
- http://www.bundeswahlleiter.de/wahlen/landeswahlleiter Informationen über die Landtagswahlen jedes Bundeslandes
| Bild:Flag of Germany.svg | Dieser Artikel stellt nur die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Ländern zu schildern. |



