Kuren

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Die Kuren waren ein baltischer Volksstamm, der die gesamte Kurische Nehrung besiedelte, und im Memelland nördlich des Flusses Minge, an der Ostseeküste bis nach Kurland und in Preussisch-Litauen (im sogenannten Kleinlitauen) bis zum Kurischen Haff an der Ostsee siedelte. Der Name bedeutet "schnell zur See".

Eine Klimaänderung um 1200 zwang sie, ihre immer stärker versumpfenden Gebiete aufzugeben und zu den nordkurischen Stämmen in Lettland umszusiedeln. Als tüchtige Seefahrer suchten sie jedoch immer wieder ihre Gründe im Kurischen Haff auf, das in der kurischen Sprache "Memelis" Memel heißt. Ab 1400, als das Klima wieder trockener wurde, wanderten sie wieder zurück ins Memelland. In der Zwischenzeit hatten sie ihre Sprache der lettischen angepasst, so dass das Kurische nur noch von wenigen Menschen gesprochen wurde. In Vermischung mit der prußischen Sprache der Schalauer (südliche der Minge) bildete sich das Nehrungs-Kurisch heraus. Die väterlichen Vorfahren von Immanuel Kant sind solche zurückwandernden kurischen Letten, die sich im Memelland ansiedelten.

Die schwedischen Könige Ivar Vidfamne und Harald Hildetand waren die ersten, die die Kuren besiegen konnten und brachten ihr Land unter die Herrschaft der schwedischen Krone. Die Kuren erlangten ihre Freiheit nach dem Tode Hildetands bald wieder. Spätere Beutezüge der Dänen und Schweden in Kurland blieben erfolglos.

Ende des 13. Jahrhunderts unterlagen die Kuren dem Deutschen Ritterorden und waren von da an als eigenständige Volksgruppe nicht mehr existent.



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