Kuckucksuhr

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Die Kuckucksuhr ist die wohl bekannteste Schwarzwalduhr neben der Lackschild-Uhr.

Sie wurde zum ersten Mal zwischen 1730 und 1750 im Schwarzwald gebaut, ob zuerst in Schönwald oder in Neukirch ist nicht überliefert.

Ein päpstlicher Legat schrieb 1762: "Die hölzernen Uhren werden hier in sehr großen Mengen gefertigt ... und man hat begonnen, sie mit dem Ruf des Kuckucks auszustatten".

Das heutige bekannte Design der Kuckucksuhr, die sog."Bahnhäusleform", geht auf einen Wettbewerb aus dem Jahr 1850 zurück. Der Karlsruher Architektprofessor Friedrich Eisenlohr orientierte sich dabei an der Form der Bahnwärterhäuschen, die er für die Badischen Bahnen entwarf.

Eine zweite, später besonders populäre Variante der Kuckucksuhr lässt sich in Furtwangen nachweisen: Durch ein naturalistisches Schnitzwerk wurde ein "Jagdstück" zum Jahrhundertdesign - ein höchst erfolgreicher Uhrentyp war entstanden.

Eine gute Kuckucksuhr hat dabei einige Funktionen: Die Türen öffnen und schließen sich selbstständig, der Kuckuck verbeugt sich bei jedem Stundenschlag und bewegt gleichzeitig Schnabel und Flügel.

Und der Ruf des Kuckucks: Über zwei gedeckten Pfeifen liegen kleine Blasebälge. Ein Rad des Schlagwerkes hebt beide Blasgebälge an und füllt sie so mit Luft. Kurz nacheinander fallen diese Blasebälge durch ihr Eigengewicht wieder zusammen, es entsteht durch zwei Lippenpfeifen der typische Kuckucksruf.

Im Laufe der Zeit wurden auch andere Tonfolgen nachgeahmt, u.a. Wachtelrufe, Hahnenuhren und Trompeteruhren, aber alle diese Varianten verschwanden wieder.

Heutzutage gibt es viele Kuckucksuhren, die zum größten Teil nur noch aus Kunststoff bestehen und elektronisch Klänge erzeugen. Die Schwarzwälder Kuckucksuhr jedoch behielt seit über 150 Jahren ihr unverwechselbares Gesicht.

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