Kreuzknoten

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Bild:Kreuzknoten1.png Der Kreuzknoten ist ein Knoten zum Verschnüren von Paketen, Rollen, Bündeln und auch Verbänden. Er besteht aus zwei einander durchdringenden Schlaufen.

Vor dem Verbinden von zwei Seilen mit dem Kreuzknoten sollte man abraten, auch wenn häufig das Verbinden von gleichstarken Seilen als Hauptanwendungszweck für den Kreuzknoten genannt wird. Der Kreuzknoten kann dabei leicht überkippen. Zur Verbindung von Seilen sollte besser der Schotstek oder der doppelte Achtknoten verwendet werden. (Zur Übersicht der Verbindungsknoten)

Der Kreuzknoten kann gebunden werden, indem man zwei Überhandknoten übereinander setzt. Dabei ist zu beachten, dass die beiden Überhandknoten verschiedene Orientierung haben - also rechts über links und dann links über rechts (oder beide umgekehrt). Ansonsten entsteht ein Hausfrauenknoten, der unzuverlässiger ist. Beim Kreuzknoten liegen die Enden parallel und der Knoten ist flach während beim zu vermeidenden Hausfrauenknoten die Enden schräg heraus kommen.

Der Kreuzknoten setzt die Belastbarkeit des Seils um etwa 55% herab und ist als Verbindungsknoten recht unzuverlässig. Öffnen lässt er sich oft, indem man zwei benachbarte Enden auseinander zieht; dann kippt er zum Ankerstich um, der leicht abgezogen werden kann. Soll er auch unter Belastung leicht zu öffnen sein, kann er auf Slip gelegt werden; doppelt auf Slip gelegt ergibt sich die Schuhschleife.

Verwandt mit dem Kreuzknoten ist der Diebesknoten, der auch falscher Kreuzknoten genannt wird.

Andere Bezeichnungen:
"Reffknoten", "Weberflachknoten", "Samariterknoten" (vor allem in der Schweiz), "doppelter Überhandknoten", "Reffstich", "Pfadfinderknoten", "Doppelstich", "Doppelknoten", "Weberknoten"
Englische Bezeichnungen: "reef knot", "square knot"
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