Kreis Stormarn

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Wappen Karte
Bild:Wappen fehlt.jpg
Wappenabbildung auf ngw.nl
Bild:Lage des Kreises Stormarn in Deutschland.GIF
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Verwaltungssitz: Bad Oldesloe
Fläche: 766,27 km²
Einwohner: 223.556 (31. März 2005)
Bevölkerungsdichte: 292 Einwohner je km²
Arbeitslosenquote: 7.20% (2005)
Kreisschlüssel: 01 0 62
Kfz-Kennzeichen: OD
Kreisgliederung: 55 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Mommsenstraße 13
23843 Bad Oldesloe
Website: www.kreis-stormarn.de
E-Mail-Adresse: info@kreis-stormarn.de
Politik
Landrat: Klaus Plöger (SPD)
Karte
Bild:Schleswig holstein od.png

Der Kreis Stormarn ist ein Landkreis des Bundeslandes Schleswig-Holstein. Er gehört zur Metropolregion Hamburg.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Der Kreis Stormarn grenzt im Norden an den Kreis Segeberg, im Nordosten an den Kreis Ostholstein und an die kreisfreie Stadt Lübeck, im Osten und Süden an den Kreis Herzogtum Lauenburg und im Westen an die Freie und Hansestadt Hamburg.

Die höchste Erhebung Stormarns ist der Kleine Hahnheider Berg mit 100 m über NN.

Geschichte

„Stormarn“ ist auf die alte Bezeichnung eines Gaues, einer späteren Grafschaft, zurückzuführen, deren Einwohner schon im 8. Jahrhundert als Stormarii (auch Stormere) bezeichnet wurden.

  • Bis etwa 600 wird Stormarn von Sachsen besiedelt, die Ostgrenze Stormarns zum heutigen Kreis Herzogtum Lauenburg stimmt in etwa mit der historischen Grenze zwischen Sachsen und Wenden der damaligen Zeit überein.
  • 1111 erhält Graf Adolf von Schauenburg Holstein, Wagrien und Stormarn als Lehen, wobei das damalige Stormarn sich weiter westlich als der heutige Kreis erstreckte.
  • 1322 wird mit dem Teilungs- und Friedensvertrag von Oldesloe die Alster die Westgrenze Stormarns.
  • 1762 fallen die Ämter Reinfeld und Rethwisch an Dänemark.
  • 1773 werden auch die altstormarnischen Ämter Trittau, Reinbek und Tremsbüttel dänisch.
  • 1844 Gründung der ersten Berufsschule in Bad Oldesloe
  • 1867 nach dem Anschluss Schleswig-Holsteins an Preußen werden in Provinz Schleswig-Holstein 19 Kreise und eine kreisfreie Stadt (Altona) nach altpreußischem Vorbild gebildet. Stormarn bildet einen der Kreise. Es wird aus den alten landesherrlichen Ämtern Reinbek, Reinfeld, Rethwisch, Tremsbüttel und Trittau, der Stadt Bad Oldesloe, den amtsfreien Gemeinden Wandsbek und Reinfeld, 17 Adligen Gütern und den in das Gebiet eingeschlossenen lübschen Enklaven gebildet. Verwaltungssitz ist zunächst Reinbek. Das Kreisgebiet wird in vier Kirchspielvogteien untergliedert, denen die Landgemeinden zugeordnet werden. Die Adligen Güter werden in Gutsbezirke umgewandelt.
  • 1873 wird Wandsbek Sitz der Kreisverwaltung.
  • 1889 Die preußische Kommunalverfassung vom 26. Mai 1888 bringt eine neue Kreisordnung: Anstelle der vier Kirchspielvogteien treten nunmehr 26 Amtsbezirke, in die die 127 Landgemeinden des Kreises eingeordnet werden. Außerdem bestehen die 21 Gutsbezirke, die Stadt Oldesloe und die Flecken Wandsbek und Reinfeld als amtsfreie Gebietskörperschaften.
  • 1889 Gründung der Kreisberufsschule in Bad Oldesloe (die Zweigstelle Ahrensburg wird 1980 verselbständigt).
  • 1898 Gründung der Landwirtschaftsschule (1994 geschlossen).
  • 1901 Wandsbek wird kreisfreie Stadt, bleibt aber Sitz der Kreisverwaltung.
  • Das Unterelbegebietsgesetz vereinigt u.a. Lohbrügge mit Sande und schafft aus den Gemeinden Schiffbek, Öjendorf und Kirchsteinbek die neue Großgemeinde Billstedt.
  • 1937 verliert Stormarn durch das Groß-Hamburg-Gesetz etwa die Hälfte seiner Einwohner mit 12 Randgemeinden (u.a. Rahlstedt, Billstedt und Lohbrügge) an Hamburg. Die zu Hamburg gehörende Gemeinde Großhansdorf/Schmalenbek fällt allerdings an Stormarn.
  • 1943 wird die Verwaltung nach Zerstörung der Gebäude der Kreisverwaltung durch Kriegseinwirkungen von Wandsbek nach Bad Oldesloe verlegt.
  • 1948 Die neue Kreisordnung der britischen Militärregierung ersetzt die Amtsbezirke durch Ämter.
  • 1949 wird Bad Oldesloe offiziell Sitz der Kreisverwaltung.
  • 1970 wird die Stadt Norderstedt aus den Stormarner Gemeinden Glashütte und Harksheide sowie den Pinneberger Gemeinden Garstedt und Friedrichsgabe gebildet und dem Kreis Segeberg zugeschlagen.
  • 1970er und trennt die politische (Landrat) und Die und trennt die politische (Landrat) und kommunale Neugliederung führt zur Verringerung der Zahl der Ämter auf fünf und der amtsangehörigen Gemeinden auf 44. Daneben gibt es sechs Städte und fünf amtsfreie Gemeinden.
  • 1976 macht der in den vergangenen Jahren gewachsene Raumbedarf einen weiteren Verwaltungsbau an der Mewesstrasse notwendig.
  • 1985 bezieht die Straßenverkehrsbehörde/Zulassungsstelle im Bad Oldesloer Gewerbegebiet Rögen ein eigenes Gebäude mit ausreichend Parkmöglichkeiten, nachdem es in der Mommsenstrasse viel zu eng wurde.
  • 1992 der Kreis Stormarn feiert sein 125jähriges Jubiläum.
  • 1997 mit dem Neubau am Bahnhof ist die Kreisverwaltung auf mittlerweile sieben Verwaltungsgebäude angewachsen, sechs davon befinden sich in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes, ein weiteres Gebäude (Zulassungsstelle) befindet sich im Gewerbegebiet Rögen.
  • 1998 der Kreis Stormarn ist nun auch im Internet zu finden.
  • 1998 als erster Kreis in Schleswig-Holstein wählt der Kreis Stormarn seinen Landrat in einer Direktwahl.
  • 2004 richten die Kreise Stormarn und Herzogtum Lauenburg eine gemeinsame Rettungsleitstelle in Bad Oldesloe ein.

Politik

Wappen

Das Wappen des Kreises zeigt auf rotem Grund einen silbernen Schwan in Kampfstellung mit erhobenem rechten Bein und einer goldenen Krone um den Hals.

Landräte

Kreispräsidenten

Wirtschaft und Infrastruktur

Der Kreis Stormarn wird wirtschaftlich stark durch die beiden Nachbarstädte Hamburg und Lübeck bestimmt, er zählt in weiten Teilen (Süden und Westen) zum „Speckgürtel“ Hamburgs, was sich sowohl in der demographischen Entwicklung (Bevölkerungswachstum von 163.000 Einwohnern im Jahr 1973 auf derzeit über 220.000 Einwohner) als auch in der Ansiedelung vieler Gewerbe und Industrien bemerkbar machte. Der Nordosten des Kreises ist dagegen vor allem von Landwirtschaft geprägt.

Verkehr

Für den Verkehr bestimmend wirkt sich die Lage des Kreises entlang der Autobahnen A 1 („Vogelfluglinie“), A 24 (Hamburg–Berlin), A 20 (Lübeck–Rostock), A 21 (BargteheideKiel) und der Bahnlinie HamburgLübeck aus.

Der ÖPNV im Kreisgebiet wurde 2003 in den HVV eingegliedert.

Flughäfen sind Hamburg Airport und Lübeck.


Städte und Gemeinden

Amtsfreie Städte und Gemeinden


Ämter mit amtsangehörigen Gemeinden

Sitz: Bad Oldesloe
  1. Grabau
  2. Lasbek
  3. Meddewade
  4. Neritz
  5. Pölitz
  6. Rethwisch
  7. Rümpel
  8. Steinburg
  9. Travenbrück
Sitz: Bargteheide
  1. Bargfeld-Stegen
  2. Delingsdorf
  3. Elmenhorst
  4. Hammoor
  5. Jersbek
  6. Nienwohld
  7. Todendorf
  8. Tremsbüttel
Sitz: Reinfeld (Holstein)
  1. Badendorf
  2. Barnitz
  3. Feldhorst
  4. Hamberge
  5. Heidekamp
  6. Heilshoop
  7. Klein Wesenberg
  8. Mönkhagen
  9. Rehhorst
  10. Wesenberg
  11. Westerau
  12. Zarpen
  1. Braak
  2. Brunsbek
  3. Hoisdorf
  4. Siek (Amtssitz)
  5. Stapelfeld
  1. Grande
  2. Grönwohld
  3. Großensee
  4. Hamfelde
  5. Hohenfelde
  6. Köthel
  7. Lütjensee
  8. Rausdorf
  9. Trittau (Amtssitz)
  10. Witzhave

Literatur

  • Barbara Günther (Hg.): Stormarn-Lexikon. o.O. 2003. ISBN 3529071501
  • Johannes Spallek: Stormarn zwischen Alster und Bille. Wachholtz Verlag, o.O. 1994. ISBN 3529055123
  • Helmuth Peets: Stormarn ist einen Ausflug wert. Oho Verlag, Bad Oldesloe 1999. ISBN 3980495914
  • Günther Bock, Hans-Jürgen Perrey, Michael Zapf: Stormarn. Geschichte, Land und Leute. Medien-Verlag, Hamburg 1994. ISBN 3929229226

Weblinks




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