Krallenaffen

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Krallenaffen
Bild:Weißbüschelaffe (Callithrix jacchus).jpgWeißbüschelaffe (Callithrix jacchus)
Systematik
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Euarchontoglires
Ordnung: Primaten (Primates)
Unterordnung: Trockennasenaffen (Haplorhini)
Teilordnung: Neuweltaffen (Platyrrhini)
Familie: Krallenaffen
Wissenschaftlicher Name
Callitrichidae
Thomas 1902
Gattungen

Die Krallenaffen (Callitrichidae) sind eine Familie der Primaten. Sie gehören innerhalb der Trockennasenaffen zu den Neuweltaffen. Die Familie umfasst 26 Arten in vier Gattungen.

Inhaltsverzeichnis

Verbreitung

Krallenaffen leben in den tropischen Wäldern Mittel-- und Südamerikas, die meisten Arten finden sich im Amazonasbecken.

Beschreibung

Krallenaffen zählen neben den Katzenmakis zu den kleinsten Primaten. Die kleinsten erreichen eine Kopfrumpflänge von 13 cm und ein Gewicht von 100 g. Ihren Namen haben sie von den krallenartig verlängerten Nägeln an den Fingern. Das Fell der Affen ist sehr weich und seidig, es kann gemustert sein und manche Arten haben auffällige Haarbüschel im Gesichtsbereich oder einen geringelten Schwanz. Der Schwanz ist meist länger als der Körper, kann aber im Gegensatz zu vielen anderen Neuweltaffen nicht zum Greifen verwendet werden.

Lebensweise

Alle Arten sind tagaktiv. Sie leben auf Bäumen und bewegen sich vorwiegend in waagerechter laufender oder springender Weise fort. Sie leben in kleinen Familiengruppen zusammen. Ihre Reviere sind 1 bis 50 Hektar groß.

Ernährung

Die Nahrung der Krallenaffen besteht hauptsächlich aus Insekten, daneben nehmen sie auch Nektar, weiche Früchte und Baumsäfte zu sich.

Fortpflanzung

Nach rund 140- bis 150-tägiger Schwangerschaft bringt das Weibchen ein bis drei Junge zur Welt. Bei der Erziehung der Kinder beteiligen sich auch die Männchen, beide Geschlechter tragen Jungtiere oft auf dem Rücken. Nach zwölf bis achtzehn Monaten sind sie geschlechtsreif. Die Lebenserwartung der Krallenaffen kann bis zu 16 Jahre betragen.

Bedrohung

Die Vernichtung des Lebensraumes durch Abholzung der Regenwälder stellt die größte Bedrohung der Krallenaffen dar. Elf Arten werden von der IUCN als bedroht oder gefährdet gelistet, besonders bedroht sind die Löwenäffchen.

Gattungen

  • Der Springtamarin (Callimico goeldii) unterscheidet sich in der Zahnstruktur erheblich von den anderen Krallenaffen und wird daher manchmal in eine eigene Unterfamilie (Callimiconinae) gestellt.
  • Die Gattung der Marmosetten (Callithrix) umfasst neun Arten. Zu den bekanntesten zählen Weißbüschelaffe und Zwergseidenäffchen.
  • Die vier Arten der Löwenäffchen (Leontopithecus) kommen nur im südöstlichen Brasilien vor und sind besonders bedroht.
  • Zwölf Arten werden unter der Gattung Tamarine (Saguinus) zusammengefasst, darunter der Lisztaffe und der Kaiserschnurrbarttamarin.

Weblinks

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