Klimazone

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Die Erde wird anhand verschiedener Klimabedingungen aufgrund unterschiedlich intensiver Sonneneinstrahlung in unterschiedliche Zonen eingeteilt, die sich vom Nordpol zum Äquator erstrecken – und auf der Südhalbkugel spiegebildlich verlaufen.

Inhaltsverzeichnis

Einteilung

Es existieren zwei Arten von Einteilungen für die Klimazone, eine grobere, die die Klimazonen nach geografischen Kriterien aufteilt, und eine feinere, die die tatsächlichen Klimaverhältnisse (Temperatur, Niederschlagsmenge) berücksichtigt.

Einteilung nach geografischen Kriterien

Klimazone Breitengrade Nord/Süd (ca.) Durchschnittstemperatur (ca.)
Polarzone/Kalte Zone Nord-/Südpol bis Polarkreise 0 °C
Gemäßigte Zone Polarkreise (66,5 °) bis 40 ° 8 °C
Subtropen 40 º bis 23,5 ° (Wendekreise) 16 °C
Tropen 23,5 º bis Äquator 24 °C

Einteilung nach klimatischen Kriterien

Die Grobeinteilung richtet sich in diesem Fall nach der Temperatur, es gibt jedoch auch andere Einteilungen, die die tatsächlichen Klimabedingungen aufgrund der atmosphärischen Zirkulation, der Meereszirkulation (Genetische Klassifikation), oder der Klimawirkungen (effektive Klassifikation: dominierende Vegetation, allgemeine ökologische Kriterien) besser erfassen. Beispiel hierfür ist der Vergleich von Niederschlagsmengen und Evapotranspiration, was zur einer Differenzierung in

Es gibt hierbei keine beste oder generell zu bevorzugende Klassifikation der Klimazonen. Jede Art der Klassifikation hat ihre spezifischen Vor- und Nachteile und diese können nur im Fall einer konkreten Anwendung in eine Richtung überwiegen. Geht man nur von den klimatischen Bedingungen aus, so bieten sich zur differenzierten Beschreibung lokaler Klimacharakteristika so genannte Klimadiagramme an.

Klimaklassifikationen – allgemeine Vorgehensweise

Alle Klimaklassifikationen versuchen, die regional sehr unterschiedlichen Klimate der Erde zusammenfassen und generalisiert wiederzugeben.

Die kleinsträumlichen Unterschiede müssen hierbei den großen Regelhaftigkeiten des Klimas weichen. Es werden ähnliche Klimate zu größeren Räumen aggregiert, die innerhalb von bestimmten Grenz- und Richtwerten der gleichen Klimaparameter (und damit ungefähr das gleiche Klima) aufweisen. Generell unterscheidet man genetische und effektive, zum Teil auch ökoklimatische, etc. Klimaklassifikationen.

Genetische Klimaklassifikationen stellen den Ursprung des Klimas, also deren Genese, in den Mittelpunkt. Räume gleicher Klimate werden also zum Beispiel nach der Kontinentalität bzw. Maritimität eines Teilraumes bestimmt. Zentrale Grundlage der genetischen Klimaklassifikationen ist die globale Windzirkulation. Eine frühe genetische Klimaklassifikation legte zum Beispiel Carl Troll vor.

Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger

Diese offiziellen in der Klimageographie verwendeten Klimaklassifikationen wurden von Wladimir Peter Köppen in dieser Art Einteilung entwickelt.

[…]

Siehe dazu auch Klimatologie, Klassifikation.

[…]


Die Zahlen geben die Reihenfolge in der Einordnung der Klassifizierung an.

1. Hauptgruppe

A-Klimate 
Tropische Regenklimate (kältester Monat > 18 °C).
B-Klimate 
Trockenklimate, (a) Sommerregen, b) Regen ohne Periode, c) Winterregen,) mit hauptsächlicher Unterscheidung zwischen Bs = Steppenklimate und Bw = Wüstenklimate.
C-Klimate 
Warmgemäßigte Regenklimate (kältester Monat zwischen 18 °C und –3°C, wärmster Monat > 10 °C), mit ganzjährigen Niederschlägen, bzw. jahreszeitlich oder periodisch höher als in den B-Trockenklimaten.
D-Klimate 
Boreale Klimate, Schnee-Wald-Klimate, nur auf der Nordhalbkugel ausgebildet, kältester Monat < –3°C und wärmster Monat > 10 °C.
E-Klimate 
kalte Klimate jenseits der Baumgrenze (polare, wie als auch Höhenbaumgrenze), mit häufig vorkommenden Tundren-artigen Dauerfrostböden, wärmster Monat < 10 °C.
F-Klimate 
Schneeklimate, Klimate ewigen Frostes, Mitteltemperatur < 0 °C, gelegentlich positive Temperaturen, selten Regenfälle, starke Eis- und Firn-Ausprägungen.

2. Unterteilung nach dem Mengenverhältnis der Niederschläge

  • w = wintertrocken, a) für die C- und D-Klimate im regenreichsten Monat der wärmeren Jahreszeit mehr als zehnmal soviel Niederschlag wie im regenärmsten Monat der kälteren Jahreszeit (Bsp.: Cw-Klimate), b) in der A-Klimate muss mindestens ein Monat mit weniger als 60 mm Niederschlag vorkommen um diese weitere Klassifikation zur Aw-Klimate zu bekommen.
  • s = sommertrocken, a) bei der C- und D-Klimate muss der regenreichste Monat der kalten Jahreszeit hierfür mindestens dreimal soviel Niederschlag aufweisen wie der regenärmste Monat der warmen Jahreszeit in der jeweiligen Klimate), b) nur äußerst selten auch für die A-Klimate zutreffend, wenn der trockenste Monat im Verhältnis zum regenreichsten noch bis zu 30 mm Niederschlag aufweist, wird das „s“ erst an dritter Stelle neben „f“ gesetzt.
  • f = steht dann für ausgesprochene Trockenzeit in der jeweiligen Klimate.
  • m = Mittelform zwischen f und w im Bereich des tropischen Monsunklimas, Trockenzeit ist zwar vorhanden aber nur kurz und wenig effektiv.

Differenzierung der Sommerwärme und Winterkälte

  • Gruppe für die C- und D-Klimate:
    • a = Temperatur des wärmsten Monats > 22 °C
    • b = wärmster Monat < 22 °C, aber noch mindestens 4 Monate > 10 °C
    • c = nur 1 bis 4 Monate > 10 °C, kältester Monat > –38 °C
    • d = bis zu 4 Monate > 10 °C, aber kältester Monat < –38 °C
  • Gruppe für die B-Klimate:
    • h = heiß (Jahresmitteltemperatur > 18 °C)
    • k = winterkalt (Jahresmitteltemperatur < 18 °C, aber wärmster Monat > 18 °C)
    • k' = wie k, jedoch auch wärmster Monat < 18 °C
  • Dritte Gruppe:
    • l = lau, alle Monate 10 °C bis 22 °C
    • i = isotherm, die Differenz der extremen Monate < 5 °C

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