Kiefer (Anatomie)

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Der Kiefer ist ein knöcherner Teil des Gesichtsschädels, der bei den meisten Wirbeltieren zur Aufnahme der Zähne dient. Die Zähne sind in den Kiefern in den Zahnfächern (Alveolen) über eine Gomphosis (Einkeilung) verankert. Bei Vögeln sind beide Kiefer zahnlos.

Man unterscheidet einen

Säugetiere

Beide Kiefer sind bei Säugetieren beweglich zueinander angelegt. Dabei ist der Unterkiefer im Kiefergelenk (Articulatio temporomandibularis) beweglich am Schläfenbein (Os temporale) befestigt. Während der Embyronalentwicklung liegt das Kiefergelenk noch an anderer Stelle (s.u. bei Vögeln), weshalb man es vergleichend-anatomisch als sekundäres Kiefergelenk bezeichnet. Ober- und Unterkiefer sind also nur indirekt miteinander verbunden. Der Oberkiefer ist bei Säugetieren unbeweglich, bei ihnen wird lediglich der Unterkiefer durch die Kaumuskulatur bewegt.

Vögel

Der Unterkiefer der Vögel besteht aus mehreren verschmolzenen Knochen. Einer davon, das Os articulare entspricht dabei dem Gelenkfortsatz des Unterkiefers der Säugetiere. Den schädelseitigen Gegenpart bildet bei Vögeln das Os quadratum. Dieser Schädelknochen ist beim Säugetier noch an der Bildung des primären Kiefergelenks beteiligt, wird dann aber als eines der Gehörknöchelchen (Hammer, Malleus) in das Mittelohr verlagert, so dass ein sekundäres Kiefergelenk notwendig wird. Eine weitere Besonderheit der Vögel ist, dass auch der Oberkiefer (Oberschnabel) durch eine bindegewebige elastische Zone beweglich am Schädel befestigt und damit aktiv an der Schnabelöffnung beteiligt ist.

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