Kerguelen
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Die Kerguelen sind eine subantarktische Inselgruppe nördlich des antarktischen Kontinents westlich der Crozet-Inseln und nordwestlich der Heard- und McDonald-Inseln.
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Geographie
Die Hauptinsel erstreckt sich über eine Fläche von 6.675 km², die Gesamtfläche beträgt 7.215 km². Somit sind die Kerguelen etwas kleiner als beispielsweise die französische Insel Korsika. Die höchste Erhebung ist der Mont Ross, 1.850 m. Der Berg wurde erst zweimal bestiegen.
Zudem besteht der Archipel aus diversen kleineren Inseln, u.a.:
- Îles Nuageuses (Île de Croy, Île du Roland)
- Île Leygues (Île de Castries, Île Dauphine)
- Île Howe
- Île Mac Murdo
- Île Saint-Lanne Gramont (45,8 km²)
- Île Foch (206,2 km², die zweitgrößte Insel)
- Île du Port (43 km²)
- Île Violette
- Île Longue
- Île Australia
- Île Haute
- Île Gaby
- Île de l'Ouest
Aufgrund der äußerst zerklüfteten Erscheinung der Inselgruppe bestehen zahlreiche Halbinseln, von denen folgende die Topographie der Hauptinsel prägen:
- Péninsule Courbet
- Péninsule Loranchet
- Péninsule Railler du Baty
- Péninsule Gallieni
- Presqu'île Jeanne d'Arc
- Presqu'île Ronarc'h
- Presqu'île de la Société de Géographie
- Presqu'île Joffre
- Presqu'île du Gauss
- Presqu'île Bouquet de la Grye
- Presqu'île du Prince de Galles
Klima
Das Klima wirkt kalt und windig, was eine Folge der globalen Nord-Süd-Asymmetrie ist (siehe Schiefe der Ekliptik und die Anmerkung bei Falklandinseln). Die durchschnittliche Temperatur des wärmsten Monats (Februar) liegt bei 7,9 Grad C, die des kältesten Monats (Juli) bei 2,0 Grad C. Die Jahresdurchschnitttemperatur liegt bei 4,6 Grad C. Damit haben die Kerguelen ein ausgesprochen ozeanisches Klima.
Die See ist meist rau, vor allem wegen der offenen Lage im südlichen Indischen Ozean. Ihre Entstehung verdanken die Kerguelen hauptsächlich dem Vulkanismus, denn unter der Inselgruppe liegt im Erdmantel ein so genannter Plume. Große Teile des Inselinnern sind vergletschert.
Eine bemerkenswerte auf den Inseln gedeihende Pflanze ist der Kerguelenkohl (Pringlea antiscorbutica). Der lateinische Name weist darauf hin, dass der Verzehr der Pflanzen den Seeleuten in früheren Zeiten gegen Skorbut half. Die Vegetation der Inseln ist durch im 19. Jahrhundert eingeschleppte Kaninchen stark dezimiert worden.
Geschichte
Die Kerguelen wurden von Yves Joseph de Kerguelen de Trémarec am 12. Februar 1772 entdeckt. Er konnte jedoch nicht landen und nannte, in der Überzeugung, er habe den lange gesuchten Südkontinent entdeckt, die Insel La France Australe. James Cook erkundete die Inselgruppe 1776 und benannte sie Inseln der Verzweiflung. Ihren endgültigen Namen erhielten die Inseln dann aber nach ihrem Entdecker.
Die Insel gehört heute politisch zu Frankreich (Französische Süd- und Antarktisgebiete). Die permanente Einwohnerschaft der Station Port-aux-Français beträgt im Winter etwa 60, im Sommer bis 120 Wissenschafter.
Seit 1963 werden auf den Kerguelen (genauer: auf 49°22'S, 70°14'E) Forschungsraketen gestartet, hauptsächlich Arcas, Dragon und Eridan.
Weblinks
- Deutschsprachige Link-Sammlung und ein Reisebericht
- Reisebeschreibung (englisch) mit vielen Bild-Impressionen
- Vulkanismus und Plume
- Raketenstarts auf den Kerguelen
Koordinate: 49° 20' Süd und 69° 20' Ost
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