Kalenderreform
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Kalenderreformen stellen Einschnitte in der Zählung von Zeiträumen dar. Viele Kalenderreformen entstanden aus dem gesellschaftlichen Bedürfnis nach höherer Genauigkeit bei der Planung der Aussaat in der Landwirtschaft. Daneben finden sich auch rein politisch motivierte Kalenderreformen.
Beispiele der ersten Art sind die Ablösung des alten römischen Kalenders durch den julianischen Kalender und die des julianischen Kalenders durch den augusteischen Kalender (im Jahre 8 unserer Zeitrechnung) und durch den Gregorianischen Kalender im Jahre 1582.
Während der Julianische Kalender wesentliche Verbesserungen bei der Orientierung an dem (scheinbaren) Lauf der Sonne in den Jahreszeiten bewirkte, wurde die Kalender-Ordnung von Augustus dadurch verbessert, dass eine durch falsche Anwendung der Julianischen Schalttags-Vorschriften (“quarto quoque anno“) in der Zeit nach dem Tode Cäsars erfolgte Verschiebung des Kalenders gegenüber den astronomischen Wendemarken wieder korrigiert wurde. Zusätzlich wurden in der Ägide von Augustus aber auch noch rein politisch motivierte Veränderungen am Julianischen Kalender vorgenommen: Der Monat “sextilis“ wurde in “augustus“ umbenannt. Dieser Monat und auch die Monate Oktober und Dezember wurden mit einem zusätzlichen Tag auf 31 Tage erweitert. Die Monate September und November hingegen wurden jeweils um einen Tag auf auf 30 Tage verkürzt. Durch diese augusteische Kalenderreform wurde schließlich der Monat Februar in Gemeinjahren auf 28 Tage, in Schaltjahren auf 29 Tage gekürzt. Die so entstandene augusteische Kalenderfassung wurde bis heute beibehalten.
Der Französischer Revolutionskalender stellte dagegen einen Kalender dar, der bewusst mit der christlichen Tradition brechen und einen auf rationalen Prinzipien basierenden und international akzeptablen Kalender einführen wollte.



