Kalaallisut
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| Kalaallisut | ||
|---|---|---|
| Gesprochen in: | Grönland | |
| Sprecher: | 47.000 | |
| Linguistische Klassifikation: |
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| Offizieller Status | ||
| Amtssprache in: | Grönland | |
| Sprachcodes | ||
| ISO 639-1: | kl | |
| ISO 639-2: | kal | ?? |
| SIL: | ?? | |
Kalaallisut (auch: Grönländisch, Grönländisches Eskimo oder Grönländisches Inuktitut) ist eine Eskimo-Aleutische Sprache und wird von ca. 47.000 Menschen gesprochen, die vornehmlich in Grönland, aber auch in Dänemark leben. Kalaallisut ist Amtssprache in Grönland.
Der Language Code ist kl bzw. kal (nach ISO 639).
Inhaltsverzeichnis |
Einordnung
Kalaallisut gehört zu den Eskimo-Aleutischen Sprachen und wird in Grönland gesprochen. Es ist eng verwand mit kanadischen Sprachen wie dem Inuktitut und wie diese hochgradig polysynthetisch. Das Grönlandische läßt sich in drei Hauptdialekte einteilen: Nord-, Ostgrönländisch (Tunumiutut) und Westgrönländisch (Kitaamiutut). Westgrönländisch, der Dialekt mit der größten Sprechergruppe, wird gelegentlich als Kalaallisut im eigentlichen Sinne bezeichnet. Inuktun oder Avenarsuarmiutut, der nördliche Dialekt, wird in der Gegend von Qaanaaq (Thule) gesprochen und ist am engsten mit dem kanadischen Inuktitut verwandt. Um einen Vergleich zu geben: der Name Inuktitut wird im Kalaallisut als Inuttut wiedergegeben. Eines der bekanntesten Wörter des Inuktitut, iglu ("Haus"), heißt in Kalaallisut illu (wobei "ll" für einen lateralen Frikativ steht [ɬ]).
Grammatik
Kalaallisut weist in begrenztem Umfang eine ergativische Struktur auf. Komposita (Zusammensetzungen eigenständiger Wörter) sind im Gegensatz zu Derivationen äußerst selten.
Inhaltswörter können im Kalaallisut (mit gewissen Einschränkungen) in die Wortartklassen Nomina und Verben eingeteilt werden. Jede dieser Kategorien wird in intransitive und transitive Wörter aufgeteilt. Es werden unterschieden: vier Personen (1., 2., 3., 3. reflexiv), zwei Numeri (Singular, Plural; einen Dual wie im Inuktitut gibt es nicht), acht Modi (Indikativ, Partizipial, Imperativ, Optativ, Subjunktiv der Vergangenheit, Subjunktiv der Zukunft, habituativer Subjunktiv), zehn Kasus (Absolutiv, Ergativ, Equativ, Instrumentalis, Lokativ, Allativ, Ablativ, Perlativ sowie für bestimmte Nomina: Nominativ und Akkusativ). Am Verb wird sowohl Subjekt als auch Objekt in Form von Person und Numerus markiert. Transitive Nomina tragen Possessivaffixe.
Schrift
Im Unterschied zu kanadischen Eskimosprachen wird Kalaallisut nicht mit dem Inuktitut-Syllabar sondern mit dem lateinischen Alphabet geschrieben. Der Buchstabe Kra "ĸ", der ursprünglich den uvularen Plosiv [q] repräsentierte, wurde im Zuge einer Ortographiereform durch den Buchstaben "q" ersetzt.



