Julia Kristeva

aus Freepedia, der freien Wissensdatenbank

Julia Kristeva (* 24. Juni 1941 in Sliven, Bulgarien) ist eine feministisch orientierte Intellektuelle, Psychoanalytikerin, Schriftstellerin und Philosophin, die aber das Etikett "feministisch" von sich weist.

Bereits seit 1965 lebt und arbeitet Kristeva in Paris, wo sie seit 1973 einen Lehrstuhl an der Denis Diderot-Universität (Paris VII) innehat. Ihre Schriften zur Linguistik und zur Sprache prägten die poststrukturalistische Diskussion mit, vor allem durch ihre Mitarbeit an der literaturkritischen Zeitschift Tel Quel. Beeinflusst wurde sie dabei u.a. von der Freudschen und Lacanschen Psychoanalyse, dem russischen Formalismus (sie spielte eine Mittlerrolle und machte Michail Bachtin in der französchen intellektuellen Szene bekannt) und dem Hegelianismus. Neben ihrer Forschungstätigkeit hat Kristeva eine Reihe von Romanen veröffentlicht.

Schon in den frühen 1970ern problematisierte Kristeva die weibliche Identität im Patriarchat. Wegen ihrer Nähe zur Psychoanalyse wurde Kristeva aber von Teilen der feministischen Literaturwissenschaft kritisiert. In jüngerer Zeit hatten ihre Arbeiten Einfluss auf die Theorien der Gender Studies.

Inhaltsverzeichnis

Bibliographie (Auswahl)

  • Kristeva, Julia: Die Revolution der poetischen Sprache. Suhrkamp, Frankfurt 1978 (ISBN 3518109499)
  • Julia Kristeva: "Powers of Horror. An Essay on Abjection." New York 1982.
  • dies.: Die Chinesin. Die Rolle der Frau in China. Frankfurt 1982.
  • dies.: Geschichten von der Liebe. Suhrkamp, Frankfurt 1989 (ISBN 3518114824)
  • dies.: Fremde sind wir uns selbst. Frankfurt 1990.
  • dies.: Schwarze Sonne. Suhrkamp, Frankfurt 1998 (ISBN 3518115944)

Literatur

  • Inge Suchslan: Julia Kristeva. Zur Einführung. Hamburg 1992.

Auszeichnungen

  • 1987: Chevalier des Arts et des Lettres
  • 1989: Henry-Hertz-Preis
  • 1991: Ritter des Ordre National de la Mérite
  • 1995: Ehrendoktor der Western Ontario University
  • 1997: Ritter der Ehrenlegion
  • 1997: Ehrendoktor der Victoria-Universität an der Universität von Toronto
  • 1998: Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
  • 1999: Ehrendoktor der Harvard-Universität von Boston
  • 2000: Ehrendoktor der Freien Universität von Belgien
  • 2000: Ehrendoktor der Universität Bayreuth
  • 2000-2001 am Institut Universitaire de France
  • 2000: Ehrendoktor der Universität von Toronto
  • 2002: Mitglied der British Academy, London
  • 2002: Ehrendoktor der Universität von Sofia
  • 2002: Mitglied der Academie Universelle des Cultures
  • 2003: Ehrendoktor der New School University
  • 2004: Der Internationale Holberg-Preis

Siehe auch

Weblinks



Views
'Persönliche Werkzeuge
Werkzeuge
Andere Sprachen
Ähnliche Links