Johann Balthasar Neumann
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Bild:Balthasar Neumann.jpg Johann Balthasar Neumann (üblich: Balthasar Neumann) (* vermutlich 30. Januar 1687 in Eger; † 19. August 1753 in Würzburg) war ein Baumeister des Barock.
Inhaltsverzeichnis |
Leben
Neumann kam 1711 in würzburgische Artilleriedienste und konnte sich mit Unterstützung des Fürstbischofs Johann Philipp Franz von Schönborn in Italien, Frankreich und den Niederlanden zu einem der ersten Architekten seiner Zeit ausbilden.
Neumann gilt als einer der bedeutendsten Baumeister des Barock. In ihm gipfelt das baukünstlerische Schaffen des süddeutschen bzw. deutsch-katholischen Barocks. Seine Qualitäten lagen in großartigen Innenraumschöpfungen, die vor allem bei Treppenhäusern und Kirchen zu bewundern sind.
Bild:Residenz Wuerzburg Hofgarten.jpg
Der in seiner Zeit ungemein vielbeschäftigte Künstler hat zahlreiche Baudenkmäler hoher Qualität hinterlassen. Seine Hauptwerke sind die nach dem Muster des Versailler Schlosses in italienisch-französischem Barockstil 1720 bis 1744 ausgeführte Residenz in Würzburg mit imposanter Treppenhausanlage (erbaut 1720 bis 1744), das Schloss Brühl, das Schloss in Bruchsal, die Wallfahrtskirche von Vierzehnheiligen sowie die Kirche der Abtei Neresheim. Von 1718 bis 1736 erbaute er die Schönbornkapelle am Nordquerarm des Würzburger Doms.
Andere Bauten Neumanns sind das Schloss in Werneck, die Abteikirchen von Schöntal an der Jagst und Schwarzach am Main, die Deutschordenskirche zu Bad Mergentheim.
Anders als etwa Josef Effner in München oder Andreas Schlüter in Berlin war Neumann nicht gleichzeitig als Dekorateur tätig. Vielmehr hatte er stets ein gutes Gespür bei der Auswahl der mitwirkenden Künstler und stand insbesondere bei der Würzburger Residenz einer Gruppe internationaler Künstler vor, die mit dem Würzburger Rokoko eine eigene Handschrift höchster Qualität entwickelten.
Neumann starb 1753 in Würzburg als Oberst der Artillerie.
Sein Schaffen wurde dadurch gewürdigt, dass er auf dem letzten 50 DM-Schein abgebildet wurde.
Zitate
- "...dessen Lebenswerk einen Höhepunkt in der gesamten Barockarchitektur darstellt..." (M. H. von Freeden)
- "...An dem riesigen Auftrag und im Kontakt mit den Großen entfaltete sich das Genie Neumanns. Er hatte nicht nur das Messen und Bauen, das Zeichnen und Konstruieren gelernt, sondern er besaß die schöpferische Fantasie des begnadeten Baumeisters, ihm war es wirklich gegeben, einen Babelgedanken in der Seele zu erzeugen..." (M. H. von Freeden)
Literatur
- Max H. von Freeden: "Balthasar Neumann. Leben u. Werk", Deutscher Kunstverlag München u. Berlin 1963; ISBN 3422001182
- Bernhard Schütz: "Balthasar Neumann", Herder Freiburg 1987, ISBN 3451206145
- Eugen Ortner: "Der Barockbaumeister Balthasar Neumann. Eine Biographie", Gondrom-Verlag Bindlach 1989, ISBN 3811206257
Weblinks
- Seite über Johann Balthasar Neumann bei archINFORM
- Eintrag im Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon (inkl. Literaturangaben) (BBKL)
- Literatur von und über Johann Balthasar Neumann im Katalog der DDB
- http://www.gds2.de/projekte/Barock/neumann/neumann.htm
- Balthasar Neumann
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Neumann, Johann Balthasar |
| ALTERNATIVNAMEN | Balthasar Neumann |
| KURZBESCHREIBUNG | Baumeister des Barock |
| GEBURTSDATUM | vermutlich 30. Januar 1687 |
| GEBURTSORT | Eger |
| STERBEDATUM | 19. August 1753 |
| STERBEORT | Würzburg |



