Johan Huizinga

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Johan Huizinga (* 7. Dezember 1872 in Groningen, Niederlande; † 1. Februar 1945 bei Arnheim) war ein niederländischer Kulturhistoriker.

Huizinga entstammt einer mennonitischen Predigerfamilie und studierte zunächst indogermanistische Literaturgeschichte und im Nebenfach Geschichte. Zwischen 1905 und 1915 war Huizinga Professor in Groningen, anschließend lehrte er bis zum Lehrverbot durch die Besatzer 1940 in Leiden. Während der deutschen Besetzung der Niederlande im Zweiten Weltkrieg wurde er verfolgt, ab August 1942 interniert.

Huizingas Geschichtsverständnis ist kulturhistorisch akzentuiert, er begreift Geschichtsschreibung als bildhaft-intuitive Mentalitäts- bzw. Kulturgeschichte. Sein bekanntestes Werk ist Der Herbst des Mittelalters, in dem die Spätblüte ritterlicher Kultur am Hof der Herzöge von Burgund beschrieben wird (siehe Haus Burgund).

Ein weiteres bedeutendes Werk von Huizinga ist Homo ludens. In diesem Werk begründet er eine kulturanthropologische Spieltheorie.

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Werke (Auswahl)

  • Herbst des Mittelalters. Studien über Lebens- und Geistesformen des 14. und 15. Jahrhunderts in Frankreich und in den Niederlanden, Kröner, Stuttgart1987, ISBN 3-520-82501-5
  • Homo Ludens. Vom Ursprung der Kultur im Spiel, Rowohlt, Reinbek 2004, ISBN 3-499-55435-6

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