Jenisseische Sprachen

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Die Jenisseischen Sprachen (Ketische Sprachen) werden mit anderen isolierten Sprachen Nord-Asiens beziehungsweise Sibiriens zu den Paläosibirischen Sprachen zusammengefasst. Bis auf die ketische Sprache, die 2002 noch von 485 Menschen beherrscht wurde und die jugische Sprache, die im gleichen Jahr 131 Sprecher hatte, sind alle anderen Sprachen ausgestorben. Die Sprecher der jenissejischen Sprachen leben um den Mittellauf des Jenissej in der Region (Kraj) Krasnojarsk.

Inhaltsverzeichnis

Ketische Sprache

Die ketische Sprache (Eigenbezeichnung: ostygan) ist eine Tonsprache, mit je nach Variante 5 bedeutungsunterscheidenden Tonhöhen und einer ungewöhnlichen phonetischen Struktur. 1930, 1988 und 1991 wurden Alphabete für diese Sprache geschaffen. Letztere basieren auf der kyrillischen Schrift. Es gibt Bemühungen, Sprachunterricht der Region in Kindergärten und Schulen einzuführen. Der soziale Status der Sprache bleibt aber niedrig und ein Aussterben ist zu vermuten. Der alte Name der Sprache - Jenissej-Ostjakisch - ist z.T. irreführend, da er zur Verwechslung der Keten mit den "eigentlichen" Ostjaken führen kann. Ostjakisch ist auch die veraltete Bezeichnung für die Sprache der Chanten (Chantische Sprache), die zu den ugrischen Sprachen gehört.

Jugische (Symische) Sprache

Die heute vollständig ausgestorbene Sprache der früher so bezeichneten "Sym-Keten" am Fluss Sym (die letzten Sprecher starben Ende der 1980-er Jahre) wird wegen ihrer starken Unterschiede zum imbatskischen Dialekt (also der eigentlichen ketischen Sprache) heute als eigene Sprache unter der Bezeichnung Jugisch klassifiziert.

Ausgestorbene Sprachen

Von einigen Sprachen, die im 18. und 19. Jahrhundert ausstarben, sind einige Zeugnisse erhalten. Zu den Südjenissejischen Sprachen gehörten:

  • Arinisch (Arinische Sprache)
  • Kottisch (Kottische Sprache)

Zu den mit dem heutigen Ketischen und Symischen verwandten Nordjenissejischen Sprachen gehörte:

  • Pumpokolisch (Pumpokolische Sprache)

Die Sprecher dieser Sprachen wechselten zum Russischen wie die Ariner oder zu Turksprachen wie die Kotten, deren Nachfahren heute zu den Chakassen gehören.

Weblinks (Englisch)

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