Iris-Heterochromie

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Bild:Heterochromia iridis 01.jpg

Als Iris-Heterochromie (Heterochromia iridium) bezeichnet man die Verschiedenheit beider Regenbogenhäute der Augen durch Störung der Pigmentenfärbung. Die betroffene Person hat folglich zwei verschiedene Augenfarben. Es kommt beim Menschen relativ selten vor. Tiere, wie Katze oder Hund, sind häufiger betroffen.

Ursachen und Folgen

Heterochromie kann vererblich sein. Oft entsteht es jedoch nach einer Irisentzündung, was schließlich zum Grauen Star oder anderen Linsentrübungen führen kann. In anderen Fällen entstand es bei der Erkrankung des Nervus sympathicus.

In den meisten Fällen wird das erkrankte Auge blasser. Heterochromie führt oft zu Anisokorie (ungleiche Pupilleweite).

Heterochromie beeinflusst gewöhnlich nicht das Sehen und nur selten sind Behandlungen nötig. Eine Theraphie bedarf es jedoch bei Fuchs-Heterochromiezyklitis.

Heterochromie und der Nationalsozialismus

Relativ bekannt ist der Fall von Dr. Karin Magnussen. Sie war der Meinung, dass man angeborene Heterochromie "heilen" kann. Von einem Kollegen hörte sie von Sinti-Kindern mit zwei Augenfarben. 1943 kam die Familie Mechau, zu denen diese Kinder gehörten, in das Konzentrationslager Auschwitz. Josef Mengele ließ bei Menschen heterochromen Augen Augentropfen verabreichen. Diese Augentropfen (möglicherweise Adrenalin) führte zu Anschwellen der Augen oder sogar zur Blindheit. Mengele hatte Kontakt mit Magnussen und versprach ihr die Augen der Kinder nach deren Tod zu schicken. Die Kinder starben sehr früh an einer Herzinjektion.

Persönlichkeiten mit Iris-Heterochromie



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