Iodwasserstoff
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| Strukturformel | |
|---|---|
| <math>H-I</math> | |
| Allgemeines | |
| Name | Iodwasserstoff |
| Andere Namen | Jodwasserstoff |
| Summenformel | HI |
| CAS-Nummer | 10034-85-2 |
| Kurzbeschreibung | farbloses Gas |
| Eigenschaften | |
| Molmasse | 127,93 g/mol |
| Aggregatzustand | gasförmig |
| Dichte | - |
| Schmelzpunkt | -51 °C |
| Siedepunkt | -35 °C |
| Dampfdruck | - |
| Löslichkeit | 2340 g/l in Wasser bei 10 °C |
| Sicherheitshinweise | |
| Gefahrensymbole | |
| - | |
| R- und S-Sätze | R: 34 S: 26-28 |
| MAK | - |
| LD50 (Ratte) | - |
| LD50 (Kaninchen) | - |
| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Normbedingungen. | |
Iodwasserstoff (Summenformel HI), auch als Wasserstoffiodid oder Hydrogeniodid bezeichnet, ist ein farbloses, stechend riechendes, giftiges Gas, das sich sehr gut in Wasser unter Bildung der starken Iodwasserstoffsäure löst.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Die Bildungs- und Zersetzungsreaktion H2 + I2 <math>\overrightarrow{\leftarrow}</math> 2 HI wurde bereits 1894 von dem Physiko-Chemiker Max Bodenstein eingehend und mit hoher Genauigkeit untersucht. Sie war Ende des 19. Jahrhunderts ins Blickfeld der Forscher geraten, weil sie eine Beobachtung molekularer Gleichgewichtsreaktionen ermöglichte. Neben der Knallgasreaktion und Bildung von Schwefeltrioxid bildete die Iodwasserstoffreaktion eine experimentelle Grundlage zu einer Theorie der Kinetik der Gasreaktionen.
Darstellung
Industriell erfolgt die Herstellung durch katalytische Reaktion der gasförmigen Elemente über einen auf 500 °C erwärmten Platin-Schwamm als Katalysator:
- <math>\mathrm{H_2 + I_2 \rightarrow 2HI}</math>
Vereinzelt wird auch die Reaktion von Iod mit Hydrazin genutzt:
- <math>\mathrm{N_2H_4 + 2I_2 \rightarrow 4HI + N_2}</math>
Darüber hinaus vermag Wasser aus Phosphortriiodid Iodwasserstoff freizusetzen:
- <math>\mathrm{PI_3 + 3H_2O \rightarrow H_3PO_3 + 3HI}</math>
Eigenschaften
Unter Luftabschluss ist es beständig. An Luft tritt Oxidation zu Iod ein:
- <math>\mathrm{4HI + O_2 \rightarrow 2H_2O + 2I_2}</math>
Oxidationsmittel wie Brom und Chlor oxidieren Iodwasserstoff unter Bildung des entsprechenden Halogenwasserstoffes zum elementaren Iod. Beim Erhitzen spaltet sich Iodwasserstoff in die Elemente Wasserstoff und Iod auf (Rückreaktion der Bildungsreaktion).
Verwendung
Iodwasserstoff findet Verwendung zur Herstellung von Iodiden, organischen Iodverbindungen und als Katalysator.
Sicherheitshinweise
Iodwasserstoff reizt die Atemwege.



