Ilya Prigogine

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Ilya Prigogine (russisch Илья Романович Пригожин, Ilja Romanowitsch Prigoschin, wiss. Transliteration Ilja Romanovič Prigožin; * 25. Januar 1917 in Moskau; † 28. Mai 2003 in Brüssel) war ein russisch-belgischer Physikochemiker und Chaostheoretiker.

Leben

Die Familie Prigogine war dem neuen Sowjetsystem kritisch gegenüber eingestellt. Sie verließ daher 1921 Russland und zog zunächst nach Deutschland. Nachdem die Familie 1929 auch Deutschland verließ, zog sie schließlich nach Belgien.

Im Jahr 1949 nahm Prigogine die belgische Staatsbürgerschaft an.

Prigogine studierte Chemie an der Université Libre in Brüssel (Belgien). 1950 wurde er hier Professor, ab 1959 lehrte er an der University of Texas in Austin (Texas, USA) und als Direktor der Instituts Internationaux de Physiques et de Chimie. Von 1961 bis 1966 hatte er eine Professur in Chicago (Illinois, USA) inne und war ab 1967 Direktor am Center for Statistical Mechanics and Thermodynamics in Austin.

1977 erhielt er den Nobelpreis für Chemie.

Auf ihn geht der Ausdruck dissipative Struktur zurück.

1989 wurde er in den Adelstand erhoben, ihm wurde der Titel Vicomte verliehen.

Ilya Prigogine war bis zu seinem Tod Präsident der International Academy of Science.

Literatur

  • Ilya Prigogine, Isabelle Stengers, Dialog mit der Natur, Serie Piper: München 1993
  • Ilya Prigogine, Vom Sein zum Werden, Piper: München, Zürich 1992
  • Ilya Prigogine, Die Gesetze des Chaos, Campus Verlag: Frankfurt(M)/New York 1995
  • Ilya Prigogine, Isabelle Stengers, Das Paradox der Zeit, Piper: München, Zürich 1993

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