Holozän

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Periode
Neogen
Holozän
Pleistozän
Pliozän
Miozän
Periode
Paläogen
Oligozän
Eozän
Paläozän
N älter älter

Das Holozän, das in der Paläoklimatologie Neo-Warmzeit genannt wird, ist eine Epoche der Erdgeschichte. Es begann vor etwa 11.500 Jahren und dauert bis heute an. Es folgt auf das Pleistozän (die Epoche der Eiszeiten) und ist die jüngste Epoche des jüngeren Neogens, das verbreitet noch als Quartär bezeichnet wird.

Die Bezeichnung Holozän stammt aus dem Griechischen und bedeutet sinngemäß "das völlig Neue" (griech. holos "völlig" und ceno "neu"). Eine weitere, aber veraltete Bezeichnung lautet Alluvium, was soviel wie "das Angeschwemmte" bedeutet.

Das Holozän ist jedoch nur die jüngste Warmzeit innerhalb der Klimaschwankungen des erdgeschichtlichen Zeitraums seit dem späten Pliozän. Im Holozän wurden gleichzeitig mit dem Rückzug der Eisschilde auf kleine Teile der nördlichen Kontinente große Teile der Menschheit sesshaft, es bildete sich die Zivilisation heraus.

Inhaltsverzeichnis

Verlauf

Präboreal

Boreal

Atlantikum

Das Atlantikum stellt das Hauptoptimum des Holozäns da (Altithermum). In der Zeit vom 6. bis Anfang des 3. Jahrtausends v. Chr. war das Klima feuchter und deutlich wärmer (2° bis 3° Celsius) als heute.

Mit der Erwährmung ging ein Schmelzen der Gletscher sowie ein Anstieg des Meeresspiegels einher. Etwa 5500 v. Chr. wurde die Landverbindung am Bosporus vom Mittelmeer überspült, wodurch das Schwarze Meer (urspünglich ein See) zu einem Nebenmeer wurde.

Subboreal

Subatlantikum

Bild:Globale Temperatur seit 1850.png Der letzte und derzeit aktuelle Zeitabschnitt des Holozän ist das Subatlantikum, das zwar immer noch relativ warm, aber nichtsdestoweniger schwankend war und ist. Es begann ab Mitte des 1. Jahrtausends v. Chr. mit dem sogenannten Optimum der Römerzeit, welches bis Anfang des 4. Jahrhunderts anhielt. In diese Zeit fällt ziemlich exakt die klassische Antike. Die anschließende, vergleichsweise kurze und milde Kälteperiode wird Pessimum der Völkerwanderungszeit genannt; und das nicht nur, weil in dieser Zeit (4. bis 7. Jhdt.) die Völkerwanderung stattfand, sondern weil eben diese Veränderung zu einem trockeneren und kälteren Klima die in Zentralasien beheimateten Hunnen zu einem Zug nach Westen zwang, wodurch dann die Wanderung der größtenteils germanischen Völker begann.

Nach diesem kurzen Pessimum erwähmte sich das Klima fast wieder auf das Niveau des Römer-Optimums, etwa von 800 bis 1200. In diese Zeit fällt das Hochmittelalter, weshalb die Periode als Mittelalterliche Warmzeit bezeichnet wird. Das warme Klima ermöglichte u.a. dem Wikinger die Ansiedlung auf Island und Grönland.

Deutlich länger und kälter wurde das anschließende Pessimum, das seinen Höhepunkt zwischen 1550 und 1850 hatte und als Kleine Eiszeit bekannt ist. In diese Zeit fallen große soziale Unruhen, Missernten und Hungersnöte sowie eine Anzahl umwälzender Ereignisse (Dreißigjähriger Krieg, Französische Revolution).

Auf die Kleine Eiszeit folgte das heutige Klimaoptimum, auch Modernes Optimum genannt. Durch das einsetzende Industriezeitalter und den immer stärker werdenden Treibhauseffekt setzte eine globale Erwärmung ein, die - im Vergleich zum Gesamtklimatrend des Holozäns - allerdings aus der Reihe schlägt. Dennoch ist nachwievor umstritten, inwiefern der Mensch Einfluss auf das Klima genommen hat.

Siehe auch

Literatur

  • Alain-Yves Huc: Paleogeography, paleoclimate, and source rocks, Tulsa (OK) 1995. ISBN 0-89181-048-X
  • Anson Mackay [Hrsg.]: Global change in the holocene, London 2005. ISBN 0-340-81214-1
  • Neil Roberts: The Holocene. An environmental history,Oxford 21998. ISBN 0-631-18638-7
  • Thomas Terberger: Hunters in a changing world, Rahden (Westf.) 2004. ISBN 3-89646-435-3

Weblinks

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