Holarktis
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Holarktis ist ein Begriff aus der Biogeographie und stellt eine der biogeographischen Regionen dar. Die Holarktis (griech. holos = ganz) ist die größte dieser Regionen. Sie umfasst - nach Florenreichen definiert - die nördliche Hemisphäre der Erde mit der Paläarktis (= Europa, Nordafrika bis zum Nordrand der Sahara sowie Asien südlich bis zum Himalaja) sowie die Nearktis (= Grönland sowie Nordamerika bis Nord-Mexiko).
Die Holarktis zeichnet sich durch ein kaltes bis gemäßigtes Klima aus. Die Unterschiede zwischen der "Alten" und der "Neuen Welt" sind dabei aufgrund der späten kontinentalen Trennung beider Teile minimal. Gekennzeichnet wird die Holarktis als Region durch das Vorkommen von typischen Pflanzen und Tieren. So kommen etwa Lärchen (Larix), Tannen (Abies), Kiefern (Pinus) und Fichten (Picea) nur holarktisch vor, ebenso Biber, Elch und Rentier. Gabelbock und Maultierhirsch sind ganz auf die Nearktis beschränkt, Dachs, Reh und Gämse allein auf die Paläarktis.
Neben der Holarktis werden als weitere Regionen (Florenreiche) die Paläotropis (u. a. Afrika, Indien, Südostasien), die Neotropis (Süd- und Mittelamerika), die Australis (Australien, Tasmanien), die Capensis (Kapland Südafrikas) und die Antarktis (mit den Südspitzen Südamerikas und der Südinsel Neuseelands) unterschieden.
Siehe auch: Florenreich



