Hans Guido von Bülow

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Bild:Hans von buelow.jpg Bild:Hans von buelow orchestra and military band.jpg Hans Guido Freiherr von Bülow (* 8. Januar 1830 in Dresden; † 12. Februar 1894 in Kairo) war einer der bedeutendsten deutschen Komponisten, Klaviervirtuosen, Dirigenten und Kapellmeister des 19. Jahrhunderts.

Bülow war ein Freund Richard Wagners und seit 1850 auch dessen Schüler. Das Klavierspiel lernte er zuerst bei Friedrich Wieck, dann bei Franz Liszt.

1857 heiratete er dessen Tochter Cosima und hatte mit ihr zwei Töchter Daniela und Blandine. 1867 wurde die Ehe wegen des Verhältnisses Cosimas mit Richard Wagner, das seit 1863 bestanden hatte, geschieden. Bülow war ab 1882 in zweiter Ehe mit der Schauspielerin Marie Schanzer (1857 - 1941) verheiratet.

Seit 1864 Hofkapellmeister in München, wo er u.a. die Uraufführungen der Wagner-Opern "Tristan und Isolde" (1865) und "Die Meistersinger von Nürnberg" (1868) dirigierte. Seit 1877 war er Hofkapellmeister in Hannover und von 1880 bis 1885 Hofmusikintendant in Meiningen.

Von 1887 bis 1893 war von Bülow der erste Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, die er schnell zu einem Spitzenorchester formte.

Zu seinen Schülern zählte Karl Heinrich Barth, der spätere Lehrer von Arthur Rubinstein und Wilhelm Kempff.

Hans von Bülow wurde auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg begraben. Die Trauerfeier für ihn in der Hamburger Michaeliskirche gab Gustav Mahler die Anregung zur Komposition seiner 2. Sinfonie.


Siehe auch

Bülow - Liste deutscher Komponisten


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