Händeschütteln
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Das Händeschütteln ist ein in westlichen Ländern gängiges nonverbale Begrüßungsritual. In anderen Kulturkreisen ist es hingegen traditionell unüblich oder auf gleichgeschlechtliche Kontakte (insbesondere unter Männern) beschränkt.
Ebenso wie viele andere Begrüßungszeremonien wird es normalerweise mit der rechten Hand ausgeführt. Die Hände umfassen sich dabei für einige Sekunden und werden oft rhythmisch auf und ab bewegt. Fehlt diese Bewegung, wird mitunter auch vom Händedruck gesprochen. Ein Vorläufer dürfte das Winken sein, welches ursprünglich wohl dazu diente, dem Gegenüber die leere Waffenhand zu präsentieren. Beim Händeschütteln kommt noch der unmittelbare Körperkontakt hinzu. Als noch intimer kann - je nach Kulturkreis - der Wangenkuss gesehen werden.
Beim Händeschütteln unter Männern ist ein kräftiger Händedruck das Zeichen für Selbstbewusstsein, Kraft und Willensstärke. Ein sehr schwacher Händedruck kann indes negative Assoziationen hervorrufen.
Das Händeschütteln kann auch als Bekräftigung einer getroffenen Vereinbarungen erfolgen, z.B. unter Geschäftsleuten, Wettpartnern und Politikern. Öffentliches Händeschütteln in der Mediengesellschaft wird auf Wunsch von Kameraleuten und Fotografen mitunter auch mehrmals wiederholt.
Bekannte historische Beispiele für händeschüttelnde Politiker sind
- Neville Chamberlain und Adolf Hitler in München 1938.
- Benjamin Netanjahu und Yassir Arafat in New York 1998.
Deutschland
Bild:SED-Logo.png Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Händeschütteln durch den Hitlergruß ergänzt, der seinerzeit als der "Deutsche Gruß" galt. In der DDR schaffte es das Händeschütteln bzw. der Händedruck bis in das Parteisignet des SED, das zwei sich umschlingende Hände zeigt, als Symbol der (zwangsweisen) Vereinigung von KPD und SPD. Die zeitgenössische, stilisierte Grafik wurde im Volksmund auch als "abgehackte Hände" verspottet.



