Gyrobus
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Ein Gyrobus ist ein Autobus mit Gyroantrieb, einem Elektroantrieb, der seine Energie nicht wie Oberleitungsbusse / Trolleybusse von einer Fahrleitung bezieht, auch nicht von einem Akkumulator üblicher Art, sondern von einem Schwungrad, (gr: Gyros).
Seine Vorteile: leise und umweltfreundlich, kommt ohne Fahrleitung aus und kann damit auch flexibel an wechselnden Strecken verkehren. Sein Nachteil ist das Gewicht, ein Bus für ca. 20 Personen muss für einen Aktionsradius von 20 km etwa 3 t Schwungradmasse mitführen. Die Scheibe, die mit 3000 Umdrehungen pro Minute dreht, erfordert besondere Befestigung und Sicherheit - wegen der Außengeschwindigkeit der Scheibe um die 900 km/h. Auch ist die Fahrweise eines Gyrofahrzeugs in den Kurven nicht ganz einfach, versucht doch das Schwungrad die Lage immer gleich zu halten. An den Endstationen wird eine Verbindung mit dem Stromnetz hergestellt und das Schwungrad wird wieder beschleunigt, auch die Bremsenergie kann wie bei Hybridfahrzeugen wieder zurückgewonnen und auf das Schwungrad übertragen werden. Die Versuche in den 50er Jahren waren recht hoffnungsvoll, denn die Menschen entlang der Fahrstrecke waren froh, dass sie von Dieselkraftstoffabgasen befreit werden konnten und auch nicht den Anblick der Oberleitungen ertragen mussten, doch die fortschreitende Motorisierung und der Wunsch der Betreiber nach Flexibilität haben die Forschung vorzeitig beendet.
In der Schweiz wurden Gyrobusse zwischen Oktober 1953 und Oktober 1960 zwischen den Städten Yverdon-les-Bains und Grandson auf einer 4,5 km langen Strecke im Stundentakt eingesetzt (in Spitzenzeiten im Halbstundentakt).



