Griko
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Griko ist eine Sprache, die altgriechische, byzantinisch-griechische und italienische Elemente besitzt. Griko wird in der Magna Graecia-Region in Süditalien und vereinzelt in Sizilien gesprochen. Griechen bezeichnen die Sprache oft als Katoitaliótika (Griechisch: Κατωιταλιώτικα, „Süditalienisch”). Zwei kleine Griko sprechende Gemeinden existieren heute in Kalabrien und Apulien. Der Griko-Sprachraum umfasst neun kleine Städte mit einer Bevölkerung von 40.000 Menschen in der Region Grecia Salentina (siehe auch Salento): Calimera, Martano, Castrignano de' Greci, Corigliano d'Otranto, Melpignano, Soleto, Sternatia, Zollino und Martignano. Der Sprachraum in Kalabrien umfasst auch neun Städte, die jedoch weniger Einwohner haben. Es existieren zwei Theorien über die Herkunft und Entstehung von Griko:
- Morosis Theorie (1870) besagt, dass Griko aus byzantinischen Siedlern entstand, die sich um das 9. Jahrhundert in der Region niedergelassen haben.
- Die Theorie von Gerhard Rohlfs und G. Hatzidakis behauptet, dass die Wurzeln von Griko noch bis in die Antike zurück reichen, als Griechen im 8.Jahrhundert v.Chr. in Süditalien Kolonien gründeten.
Die letztere Theorie stützt sich auf sprachliche Merkmale des Griko, z.B. dorische Wörter und weitere altgriechische Elemente, die noch enthalten sind.
Griko ist eine vom italienischen Parlament anerkannte Minderheitssprache.



