Gespenstschrecken

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Gespenstschrecken
Bild:Malaysische Gespensterschrecke.jpg
Systematik
Überstamm: Häutungstiere (Ecdysozoa)
Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Überklasse: Sechsfüßer (Hexapoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Fluginsekten (Pterygota)
Ordnung: Gespenstschrecken
Wissenschaftlicher Name
Phasmatodea
Überfamilien

Die Gespenstschrecken oder Phasmatodea sind eine Ordnung der Insekten und gehören zu den Fluginsekten (Pterygota). Alle bekannten 2500 Arten leben in tropischen und subtropischen Gebieten, vor allem in der orientalischen Region. Die Körperlänge der Tiere beträgt zwischen 5 und 180 mm, die Riesen-Stabschrecke Pharnacia serratipes kann bis zu 280 mm lang werden und ist damit das längste bekannte Insekt überhaupt. Alle Gespenstschrecken sind Pflanzenfresser.

Die Gespenstschrecken zeichnen sich häufig durch einen extrem langen und dünnen Körper aus (Stabschrecken) oder ihr Körper ist blattartig verbreitert (Wandelndes Blatt). Mit diesem Körper ähneln sie immer Teilen von Pflanzen (Stängel, Äste, Blätter), in denen sie dann nur sehr schwer zu entdecken sind (siehe Mimese). Die Beine sind im Gegensatz zu ihren nächsten Verwandten, den Langfühlerschrecken und den Kurzfühlerschrecken nicht zu Sprungbeinen umgebildet. Ihre Antennen können in der Länge und der Anzahl der Glieder sehr stark variieren, das Spektrum reicht von sehr kurzen Antennen mit 8 Gliedern bis hin zu langen Antennen mit etwa 100 Gliedern. Die Facettenaugen sind meist klein. Der Hinterleib der Tiere besteht aus 11 Gliedern, wobei das erste immer mit dem letzten Brustsegment verschmolzen ist. Die Färbung ist meist bräunlich bis grün, nur die Männchen sind bei einigen Arten auffallend bunt, wobei rot vorherrscht. Einige Arten sind flügellos während andere extrem vergrößerte Flügel haben, die den gesamten Körper weiträumig verdecken.

Die Gespenstschrecken legen ihre Eier einzeln ab. Diese sind meistens derbschalig und mit einem deutlichen Deckel versehen. Sehr häufig verbreitet unter den Gespenstschrecken ist Parthenogenese. Viele Arten besitzen außerdem die Fähigkeit, verloren gegangene Extremitäten wieder zu ersetzen (Regeneration).

Von den Stabschrecken kommt die Mittelmeerstabschrecke (Bacillus rossii) auch in Europa, rund um das Mittelmeer, vor. Sie wird etwa 80 bis 100 mm lang. Eine weitere, relativ bekannte, Art ist die Gemeine Stabschrecke (Carausius morosus), welche häufig als Terrarientier oder als Versuchstier in wissenschaftlichen Instituten zu finden ist.

Ebenfalls beliebt als Terrarientier ist das Wandelnde Blatt (Phyllium frondosum) mit seinem sehr stark blattähnlichen Körper. Diese Art stammt aus Indien.

Beispiel: Baumhummer

Bilder

Beide Bilder zeigen junge Australische Gespenstschrecken, Extatosoma tiaratum. Die Jungen tarnen sich, in dem sie die Gestalt von Leptomyrmex-Ameisen nachahmen.

Links Weibchen und rechts das dunkle Männchen der Riesengespenstschrecke, Heteropteryx dilatata.

Literatur

  • Zompro, Oliver: Revision of the Genera of the Areolatae. Goecke & Evers Verlag, Keltern 2004.


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