Georg August Goldfuß

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Bild:Georg August Goldfuss.JPG Georg August Goldfuß (* 18. April 1782 in Thurnau, Nähe Bayreuth; † 2. Oktober 1848 in Poppelsdorf bei Bonn) war ein deutscher Paläontologe, Zoologe und Arzt. Seine Eltern waren Johann August Goldfuß und Margarete Wächter, verheiratet war er mit Eleonore Oelhafen von Schöllenbach.

Goldfuss studierte in Erlangen, wo er 1804 zum Dr. phil promovierte und 1810 zum Professor für Zoologie ernannt wurde. Zuvor hatte er einige Jahre als Hauslehrer gearbeitet. 1813 nahm ihn die „Leopoldina“, die älteste naturwissenschaftlich-medizinische Gelehrtengesellschaft in Deutschland, als Mitglied auf. Dort wurde er mit der Aufgabe des Sekretärs sowie mit dem Aufbau der weltberühmten naturwissenschaftlichen Sammlung und der Bibliothek betraut. Goldfuß führte 1818 den Begriff der Protozoa in die Wissenschaft ein. Im selben Jahr wurde er an die neu gegründete Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn berufen, wo er ordentlicher Professor für Zoologie, Paläontologie und Mineralogie wurde. Im Laufe seiner Forschungstätigkeit benannte Goldfuß mehrere hundert neue Arten und Gattungen, unter anderem den Koala und die Cervidae (Hirsche).

Goldfuß' paläozoologische Arbeiten über die Großsäuger des Pleistozäns, etwa über Höhlenhyäne und Höhlenlöwe, die permischen und mesozoischen Wirbeltiere und insbesondere die fossile Wirbellosenfauna stehen - abgesehen von vereinzelten Beschreibungen von Ernst Friedrich von Schlotheim - für den Beginn der wissenschaftlich begründeten Paläontologie im westlichen Deutschland.

Unterstützt von Georg Graf zu Münster (1776-1844) veröffentlichte er in den Jahren zwischen 1826 und 1844 sein Hauptwerk Petrefacta Germaniae , in welchem die fossilen Wirbellosen Deutschlands vollständig erfasst werden sollten. Das Werk blieb unvollendet, jedoch konnte die Darstellung der Schwämme, Korallen, Haarsterne und Stachelhäuter abgeschlossen werden, zu einem Teil auch die Weichtiere.

Nach Georg August Goldfuß wurden unter anderem die Arten Favosites goldfussi, Uncinulus (Kransia) goldfussi und Omphalocirrus goldfussi benannt.

Werke

  • Handbuch der Zoologie (1820)
  • Grundriß der Zoologie (1826)
  • Petrefacta Germaniae (1826-1844)

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