Waldkiefer

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Gemeine Kiefer
Bild:Illustration Pinus sylvestris0.jpg
Systematik
Abteilung: Nadelholzgewächse
(Pinophyta)
Klasse: Pinopsida
Ordnung: Kiefernartige (Pinales)
Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)
Unterfamilie: Pinoideae
Gattung: Kiefern (Pinus)
Wissenschaftlicher Name
Pinus sylvestris
L.

Bild:PinusSylvestris.jpg Die Gemeine Kiefer, Waldkiefer oder Rotföhre (Pinus sylvestris) ist ein Nadelbaum aus der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Sie ist eine der meist verbreiteten Baumarten in Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen

Die Waldkiefer bevorzugt lockere, sandig-lehmige Böden in der nördlichen gemäßigten Zone. Es gibt aber auch einige Arten als Gebirgsbäume am nördlichen Rand der Tropen.

Beschreibung

Die Waldkiefer ist eine sehr anspruchslose Baumart. Sie besitzt ein Pfahlwurzelsystem, mit dem sie auch in tiefer liegende Wasserschichten vordringen kann. Sie stellt geringe Ansprüche an Boden (kommt auf Sandboden gut zurecht) und Wasserbedarf. Ihre durchschnittliche Höhe beträgt 25-35 m, sie kann aber in Einzelfällen durchaus größer werden. In der Forstwirtschaft wird sie nach einer Umtriebszeit von 80-120 Jahren geerntet. Ältere Bäume haben eine halbkugelige Krone und einen langen Stamm, bei dem die unteren Äste abgestorben sind. Die Rinde ist in der Jugend glatt graugelb, dann leuchtend rotgelb. Später bildet von unten nach oben graue und rissige Borke heraus die in kleinen Platten angeordnet ist. Die graugrünen Nadeln sind paarweise, gedreht in einer Nadelscheide (Kurztrieb)zusammengefasst und können bis zu 8 cm lang werden. Die anfangs grünen dann dunkelgraubraunen, eikegelförmigen Zapfen können ebenfalls bis zu 8 cm lang werden und sitzen zu zweit oder in Gruppen an gekrümmten Stielen.

Hinweis zur Bestimmung

Bei der Bestimmung der Wald-Kiefer kann es bei oberflächlicher Betrachtung zu Verwechslung mit der Schwarzkiefer kommen. Die Arten unterscheiden sich im Habitus. Da beide Baumarten eine unterschiedliche Drehung der Nadeln besitzen, ist es relativ einfach, sie daran zu unterscheiden. Denn bei der Wald-Kiefer lassen sich die beiden Nadeln am Kurztrieb nicht zu „einer Nadel“ zusammenfassen. Wohingegen dies bei der Schwarzkiefer problemlos möglich ist. Die Schwarz-Kiefer bildet im oberen Stammbereich keine Spiegelrinde aus, die Farbe der Rinde ist verschieden. Die Zapfen sind farblich und in der Größe stark verschieden. Die Nadeln sind unterschiedlich groß.

Schädlinge

Zu den häufigsten Schädlingen zählen

Nutzung

In der Europa wurden Waldkiefern häufig als Monokultur angepflanzt. Sie sollte den großen Bedarf an Bauholz decken. Auch wurden sie zur Baumharzgewinnung (Pecherei) eingesetzt. Waldkiefern sind wichtige Forstbäume und werden genutzt als Konstruktionsholz im Innen- und Außenbereich (Konstruktionsvollholz (KVH) und Bauholz), als Gartenholz (meist kesseldruckimprägniert (chromfrei)), für Möbel, Massivholzdielen und Hobeldielen, Profilholz, Leisten und Leimholz.

Aus den Ästen und Nadeln der Gemeinen Kiefer wird das Kiefernadelöl gewonnen, das schleimlösend, durchblutungsfördernd und antiseptisch ist. Es wird innerlich und äußerlich bei katarrhalischen Erkrankungen der Luftwege eingesetzt, sowie äußerlich gegen neruralgische und rheumatische Beschwerden eingesetzt.

Sonstiges

Auf einer Schildmauer der Ruine von Schloss Auerbach wächst eine Waldkiefer. Sie wurzelt in luftiger Höhe allein auf dem Bauwerk. Trotz der sehr kargen Lebensbedingungen hat sie ein Alter von mehr als 300 Jahren und eine Höhe von 7 Metern erreicht. Ein weiterer Beleg für die ausgeprägte Anspruchslosigkeit der Pflanze.



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