Gemeine Geburtshelferkröte

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Gemeine Geburtshelferkröte
Bild:AlytesObstet.jpg
Systematik
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Überklasse: Kiefermäuler (Gnathostomata)
Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse: Amphibien (Amphibia)
Ordnung: Froschlurche (Anura)
Familie: Scheibenzüngler (Discoglossidae)
Gattung: Geburtshelferkröten (Alytes)
Art: Gemeine Geburtshelferkröte
Wissenschaftlicher Name
Alytes obstetricans

Die Gemeine Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans) gehört als Froschlurch zur Familie der Scheibenzüngler (Discoglossidae).

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Erwachsene Männchen und Weibchen werden bis 55 mm lang. Der kleine Körper ist gedrungen, der Kopf breit, die Schnauze zugespitzt, die Pupillen stehen senkrecht und Ohrdrüsen (Parotiden) sowie Trommelfell sind relativ gut sichtbar. Die graue bis grau-braune Oberseite ist mit kleinen rundlichen, teilweise rötlichen Warzen besetzt, die schmutzig-weiße Unterseite ist meist grau gefleckt. Eine Besonderheit ist die Fortpflanzungsbiologie: Die Männchen wickeln sich während der Paarung an Land die Laichschnur aus größeren, maximal etwa 70 bis 80 gelblich-weißen Eiern um die Fersengelenke und tragen diese mehrere Wochen bis zum Ende der Embryonalperiode mit sich herum, um schließlich die Larven ins Gewässer abzusetzen.

Die nächtlichen Rufe sind ein angenehmes, flötenreines "üh ... üh ... üh...", dann nach etwa zwei Sekunden ein kurzer Ruf. Aus größerer Distanz erinnern die Rufe an Glockengeläut, daher der volkstümliche Name "Glockenfrosch".

Verbreitung und Lebensraum

Die Art ist in Westeuropa (Frankreich, Belgien, Deutschland, Schweiz, Iberische Halbinsel) verbreitet. In Deutschland ist sie auf den zentralen Bereich (im Norden: niedersächsisches Weser-Leine-Bergland, Harz und -vorland; im Osten: westliches Thüringen, Sachsen-Anhalt; im Süden: Nordwestfranken) und den westlichen Teil (Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, westliches Baden-Württemberg) beschränkt.

Die Landlebensräume sind durch sonnenwarme, aber auch bodenfeuchte Verstecke unter Steinplatten oder in Erdlöchern gekennzeichnet. Diese Bedingungen finden sich in Deutschland vor allem in Steinbrüchen und Tongruben. Ein geeignetes Mikroklima in diesen Verstecken ist insbesondere für laichaustragende Männchen sehr wichtig. Die schlüpfenden Kaulquappen werden in vegetationsarmen Tümpeln, aber auch anderen Kleingewässern im Umfeld der Landhabitate abgesetzt.

Gefährdung

  • Verfüllung oder Rekultivierung von Steinbrüchen
  • Sukzession/Verbuschung steiniger Offenbiotope
  • Zerstörung von Kleingewässern

Gesetzlicher Schutzstatus

Rote Liste-Einstufung

  • Rote Liste Bundesrepublik Deutschland - 3 (gefährdet)

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