Fransenflügler

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Thysanoptera
Wissenschaftliche Klassifizierung
Reich: Tiere
Stamm: Gliederfüßer
Klasse: Insekten
Unterklasse: Pterygota
Zwischenklasse: Neoptera
Überordnung: Hemipterodea
Ordnung: Thysanoptera
Familien

Unterordnung Terebrantia
   Merothripidae
   Uzelothripidae
   Aeolothripidae
   Adeheterothripidae
   Heterothripidae
   Thripidae
   Fauriellidae
Unterordnung Tubulifera
   Phlaeothripidae

Fransenflügler, auch Thripse oder Blasenfüße, wissenschaftlich Thysanoptera, sind eine Ordnung im Reich der Insekten. Sie lassen sich in die Unterordnungen Terebrantia sowie Tubilifera teilen.

Inhaltsverzeichnis

Herkunft und Vorkommen

Der Name Fransenflügler kommt von den langen Haarfransen an den Flügelrändern; der wissenschaftliche Name leitet sich aus dem Griechischen thysanos (Franse) + pteron (Flügel) ab. Es gibt weltweit etwa 5000 Arten. Von diesen kommen etwa 400 in Mitteleuropa vor.

Merkmale und Ernährung

Thripse sind in der Regel zwischen 1 und 2 mm groß und haben Mundwerkzeuge, die in der Mehrzahl zum Stechen und Saugen an Pflanzen dienen. Einige wenige Arten ernähren sich von Pilzen, Pollen oder sind Räuber. Von einer Art (Karniothrips flavipes) ist allerdings bekannt, dass sie auch menschliches Blut saugt. Die erwachsenen Tiere haben einen dunklen Querbalken auf dem Körper, so dass sie im Gegensatz beispielsweise zu Blattläusen "gestreift" aussehen. Sie besitzen Flügel, aber fliegen kaum (weniger als weiße Fliegen). Die Larven sind durschscheinend und hellgrün.


Thripse als Schädlinge

Thripse verursachen Blattschäden bei Pflanzen, daher werden Sie als Schädlinge eingestuft und vom Menschen bekämpft. Lästige Fransenflügler sind die bei schwül-warmem Wetter massenweise auftretenden, winzigen Gewitterfliegen, die örtlich auch als Gewitterwürmer bezeichnet werden. Thripse verstecken sich meist auf der Blattunterseite (sie können sich mittels Haftblasen dort halten) und sind nur schwer zu erkennen. Sie durchbohren die Blattzellen und saugen sie aus. Die betroffenen Zellen werden daraufhin hell und glänzen silbrig. Die Blattschäden ähneln damit denen der Spinnmilben.

Bekämpfung

Mittel zur Schädlingsbekämpfung von Thripsen sind:


Literatur

  • Lewis, T. (1973): Thrips, Their Biology, Ecology and Economic Importance. Academic Press, New York.
  • Schliephake, G. & Klimt, K.-H. (1979): Die Tierwelt Deutschlands. 66. Teil. Thysanoptera, Fransenflügler, Gustav-Fischer-Verlag Jena
  • Maund W. A & G. Kibbly (1998): Thysanoptera: An Identification Guide. ISBN 0851992110
  • Mound, L. A. & B. S. Heming (1991): Thysanoptera. In: The Insects of Australia: a Textbook for Students and Research Workers. Carlton, Victoria, Melbourne University Press: pp. 510-515.
  • Schliepkake, G. (2000): Thysanoptera, Fransenflügler. In: Stresemann - Exkursionsfauna von Deutschland, Bd. 2, Spektrum Akademischer Verlag Stuttgart. S. 155-159

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