Florida-Waldkaninchen
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| Florida-Waldkaninchen | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Sylvilagus floridanus | ||||||||||||
| (Allen 1890) |
Das Florida-Waldkaninchen (Sylvilagus floridanus), auch Östliches Baumwollschwanzkaninchen genannt, ist in den USA am weitesten verbreitet und ist auch das einzige, das Südamerika besiedelt hat.
Inhaltsverzeichnis |
Merkmale
Wie alle Baumwollschwanzkaninchen hat auch das Florida-Waldkaninchen seinen Namen von dem weichen und weißen Fell an der Unterseite seines Schwanzes. Seine Kopf-Rumpf-Länge beträgt zwischen 36 bis 46 Zentimeter, die langen Ohren werden zwischen fünf und sieben Zentimeter lang, während der Schwanz normalerweise eine Länge von fünf cm hat. Im Gegensatz zu den meisten Säugetieren sind die weiblichen Kaninchen größer als die Männchen.
Florida-Waldkaninchen haben große, seitlich liegende Augen, mit denen sie einen sehr guten Rundblick haben. Ihre langen, gut entwickelten Hinterläufe ermöglichen ihnen Sprünge von 3 Metern und Geschwindigkeiten von 40 km/h.
Unterscheidung
Da die Baumwollschwanzkaninchen sich oft sehr ähneln, fällt die sichere Unterscheidung oft nicht leicht, ist aber auch nicht unmöglich. So ist das Audobon-Baumwollschwanzkaninchen geringfügig kleiner und langohriger als das Östliche Baumwollschwanzkaninchen, während das Nuttals-Baumwollschwanzkaninchen noch heller gefärbt ist und deutliche kleinere Körpermaße aufweist.
Lebensweise
Florida-Waldkaninchen bevorzugen lichte Waldstreifen und Moore. Sie sind überwiegend nachtaktiv, allerdings kann man auch am frühen Vormittag und Abend einzelne Exemplare beobachten. Tagsüber liegen sie in ihrer flachen Sasse am Boden zwischen hohen Gräsern oder im Wald. Im Gegensatz zu vielen europäischen Kaninchenarten bauen sie sich keine Höhlen, allerdings verkriechen sie sich bei Gefahr oder Kälte in Bauten anderer Tiere, wie dem Waldmurmeltier. Bei tiefem Schnee graben die Tiere große Gangsysteme unter der Schneeoberfläche, welche mit denen der Mäuse oder Schneehasen vergleichbar sind. Sie sind sehr standorttreu, vor allem das Weibchen gebiert ihre Jungen meistens in dem Gebiet, in dem es selbst geboren wurde. Sie leben in einem Gebiet von bis zu 800 Quadratmeter, welches sich meistens mit denen von Artgenossen überschneidet.
Fortpflanzung
Die Fortpflanzungzeit dauert von Februar bis September. Nach einer Trächtigkeitsdauer von 26 bis 29 Tagen werden Würfe mit bis zu neuen Jungen in einer weichen Mulde im Boden geboren. Die Jungtiere sind zu diesem Zeitpunkt völlig nackt, blind, hilflos, etwa 10 cm groß und wiegen nur 30 Gramm. Doch sie entwickeln sich äußerst schnell. Nach einer Woche machen sie bereits erste Krabbelversuche und sind nach 3 bis 4 Wochen schon völlig entwöhnt. 5 Monate später können sie bereits eigenen Familien gründen und sich fortpflanzen.
Ein Weibchen kann 4 bis 5 Würfe in Jahr zur Welt bringen. Allerdings liegt die Sterblichkeitsrate der Jungen bei ungefähr 90 Prozent. Würden pro Wurf immer die höchste Anzahl von 9 Jungen geboren und diese alle überleben, so würde ein Paar mit der Nachkommenschaft ihrer Kinder nach fünf Jahren eine Nachkommenschaft von 350.000 Tieren haben.
Nahrung
Wie alle Kaninchen und Hasen ernähren sie sich vor allem von Gras und Kräutern. Im Winter, wenn Nahrungsmangel herrscht, fressen sie aber auch Baumrinde, Zweige und Samen. Ihr Verdauungssystem ist vortrefflich an ihre Nahrung angepasst, was dazu führt, dass sie zwei Formen von Kot produzieren: harte Kotpillen und weichen Kot; letzteren fressen sie, da er durch mikrobielle Tätigkeit mehr Vitamin B1 enthält, als sie selbst produzieren können.
Verbreitung
Das Östliche Baumwollschwanzkaninchen kommt im im Süden Kanadas und der USA bis Kolumbien vor. Es hat von allen Baumwollschwanzkanichenarten die größte Vielfalt an Lebensräumen und findet sich sowohl in Wüsten und Steppen als auch in Wäldern, Sümpfen und in der Nähe menschlicher Siedlungen.
Bedrohung
Seine natürlichen Feinde sind Schlangen, Greifvögeln, Raubkatzen und Wildhunde. Das Östliche Baumwollschwanzkaninchen ist eines der Baumwollschwanzkaninchen mit den größten Beständen überhaupt und wird daher nicht als bedroht angesehen. In den USA gibt es viele Sportschützen, die sich auf Florida-Waldkaninchen spezialisiert haben. Sie sind leichte Beute, da sie oft in der Nähe von Siedlungen und in den Grünanlagen von Großstädten leben.
Weblinks
| Bild:Commons-logo.svg | WikiCommons: Flordia-Waldkaninchen – Bilder, Videos oder Audiodateien |



