Fettschwanzmakis
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| Fettschwanzmakis | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Cheirogaleus | ||||||||||||
| E. Geoffrey, 1812 |
Die Fettschwanzmakis (Cheirogaleus) sind eine Primatengattung aus der Familie der Katzenmakis (Cheirogaleidae). Die Gattung umfasst sieben Arten, die auf Madagaskar endemisch sind.
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Mit einer Kopfrumpflänge von 17 bis 26 Zentimetern und einem Gewicht von 200 bis 600 Gramm gehören Fettschwanzmakis zu den größten Vertretern der Katzenmakis. Ihr Fell ist weich und seidig, es ist an der Oberseite grau oder rotbraun und an der Unterseite gelblich-weiß. Kennzeichnend sind die großen, mit dunklen Ringen umgebenen Augen sowie die dünnen, unbehaarten Ohren. Der Schwanz ist mit 20 bis 31 Zentimeter Länge länger als der Körper, er ist buschig behaart und wird als Fettspeicher eingesetzt, daher auch der Name der Tiere.
Lebensraum und Lebensweise
Lebensraum der Fettschwanzmakis sind in erster Linie Wälder, wobei sie sowohl in Regen- als auch in trockenen Wäldern zu finden sind. Sie leben einzelgängerisch, manchmal finden man aber mehrere Tiere gemeinsam bei der Nahrungssuche. Sie bewohnen ein relativ kleines Gebiet mit rund 200 Metern Durchmesser, ein Territorialverhalten ist nicht ausgeprägt. Tagsüber schlafen Fettschwanzmakis in runden, selbstgemachten Nestern aus Zweigen und Blättern, die sie auf Astgabeln oder in Baumhöhlen errichten. In der Nacht begeben sie sich auf Nahrungssuche, wobei sie sich vorwiegend auf allen Vieren fortbewegen. Ihre Nahrung besteht in erster Linie aus Früchten, daneben nehmen sie auch Blüten, Nektar und Insekten zu sich.
Eine Besonderheit der Fettschwanzmakis ist ihr regelmäßiger winterschlafähnlicher Zustand während der Trockenmonate. In der Zeit von November bis März legen sie an Gewicht zu, wobei vorrangig der Schwanz als Fettspeicher dient. In der Trockenzeit (April bis Oktober) fallen sie in einen Torpor. Dazu ziehen sie sich oft in hohle Baumstämme oder andere Unterschlupfe zurück. Während dieser Zeit leben sie von den Reserven in ihrem Schwanz, ihr Gewicht kann sich dabei nahezu um die Hälfte verringern. Auch die Körpertemperatur wird während dieser Zeit nicht auf einem stabilen Niveau gehalten, sondern passt sich der Außentemperatur an.
Fortpflanzung
Die Paarung erfolgt im Oktober oder November, nach einer rund 60- bis 70-tägigen Tragzeit bringt das Weibchen zwei oder drei Jungtiere zur Welt. Diese kommen behaart und gut entwickelt zur Welt und sind bereits mit 45 Tagen selbstständig. Die Lebenserwartung der Fettschwanzmakis kann über 20 Jahre betragen.
Bedrohung
Die Rodung der Wälder stellt für die Fettschwanzmakis die Hauptbedrohung dar, allerdings dürften diese Tiere weniger bedroht sein als andere madagassische Primaten. Für viele der neubeschriebenen Arten fehlen aber genauere Daten.
Die Arten
Lange Zeit wurde die Gattung in nur zwei Arten eingeteilt:
- der Große Fettschwanz- oder Katzenmaki (Cheirogaleus major) und
- der Mittlere Fettschwanz- oder Katzenmaki (Cheirogaleus medius).
In jüngerer Zeit wurden allerdings fünf neue Arten dieser Gattung beschrieben:
- Der Südliche Fettschwanzmaki (Cheirogaleus adipicaudatus) lebt im Süden Madagaskars.
- Der Rötliche Fettschwanzmaki (Cheirogaleus crossleyi) ist durch ein rötlich-braunes Fell gekennzeichnet. Die Art lebt im Osten Madagaskars.
- Der Kleine Graue Fettschwanzmaki (Cheirogaleus minusculus) ist bislang nur aus einem kleinen Gebiet in Ostmadagaskar bekannt.
- Der Große Graue Fettschwanzmaki (Cheirogaleus ravus) ist im nordöstlichen Madagaskar verbreitet.
- Der Rückenstreifige Fettschwanzmaki (Cheirogaleus sibreei) ist durch einen dunklen Haarstreifen am Rücken gekennzeichnet. Auch diese Art findet sich im östlichen Madagaskar.
Literatur
- Thomas Geissmann: Vergleichende Primatologie, Springer-Verlag 2002, ISBN 3540436456
- Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World. Johns Hopkins University Press, 1999 ISBN 0801857899



