Fesselballon

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Bild:Fesselballon 1902.jpg Ein Fesselballon ist ein mit einem Traggas gefüllter Ballon, der ähnlich wie ein Drachen und im Gegensatz zu den meisten anderen Gasballonen stets mit einer Leine mit dem Boden verbunden wird. Fesselballone wurden vor allem im Ersten Weltkrieg, aber teilweise auch im Zweiten Weltkrieg zur taktischen Gefechtsfeld-Aufklärung (siehe unter Feldluftschiffer) oder als Sperrballone gegen Tiefflieger verwendet. Eine weitere auch heute noch durchgeführte Anwendung ist das Hochschleppen eines Antennendrahtes für einen transportablen Langwellen- oder Längstwellensender. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren vielfach große Kriegsschiffe mit Fesselballonen ausgerüstet. Sie dienten zum einen zur Fernbeobachtung des Seeraumes, zum anderen hin und wieder zur Verbesserung des Funkverkehrs.

Fesselballone wurden auch eingesetzt, um bei Atombombentests in Höhen zwischen 100 und 2000 Metern die Atombombe zu positionieren. In neuerer Zeit verwendet man Fesselballone vorwiegend in der Werbung als Blickfang für großflächige Anzeigeflächen.

In Deutschland werden Fesselballone zusammen mit ihrem Gegenstück, den Freiballons, luftrechtlich als eigene Luftfahrzeugklasse angesehen. In der Schweiz ist zum Betrieb eines Fesselballons keinerlei Ausbildung oder Bewilligung nötig, auch wenn er bemannt ist. Dies hat im Kontext des HiFlyer-Unfalls im Verkehrshaus Luzern zu einer Kontroverse geführt.



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