Falken
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| Bild:Disambig-grau.png | Dieser Artikel behandelt die Gattung Falken aus der Ordnung der Greifvögel (Raubvögel), weitere Bedeutungen unter Falke |
| Falken | ||||||||||||
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Turmfalken (Falco tinnunculus) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Falco | ||||||||||||
| Linnaeus, 1758 |
Die Falken (Gattung Falco) sind Greifvögel aus der Familie der Falkenartigen (Falconidae).
Die Falken sind eher kleine bis mittelgroße Greifvögel (Raubvögel), welche wegen ihres langen Schwanzes und der spitzen Flügel zu den schnellsten Greifvögeln gehören. Sie jagen überwiegend fliegend nach Beute und sind somit Luftjäger. Die Gattung ist fast weltweit verbreitet und umfasst 38 Arten. In Deutschland sind 17 Falkenarten zu Hause. Falken werden in freier Wildbahn zwischen 15 und 18 Jahre, in Gefangenschaft sogar bis zu 50 Jahre alt. Sie bauen keine Nester sondern brüten an Felswänden, Gebäuden oder ziehen ihre Jungen in alten Nistplätzen anderer Arten groß.
Typisch für alle Falken ist, dass sie in der Luft in 40 Metern Höhe "rütteln", also auf einer Stelle flattern, und sich dann blitzschnell mit angelegten Schwingen auf die eräugte Beute herabstürzen. Dabei können sie Geschwindigkeiten von mehreren hundert km/h erreichen. Die höchste Geschwindikeit erreicht hierbei der Wanderfalke, der sich im Sturzflug (45° Fallwinkel) mit 350 km/h auf seine Beute stürzt. Der Wanderfalke ist vom Aussterben bedroht.
Inhaltsverzeichnis |
Arten
- Falken (Falco)
- Afrika-Baumfalke (F. cuvierii)
- Amurfalke (F. amurensis)
- Aplomadofalke (F. femoralis)
- Australien-Baumfalke (F. longipennis)
- Baumfalke (F. subbuteo)
- Bindenfalke (F. zoniventris)
- Buntfalke (F. sparverius)
- Eleonorenfalke (F. eleonorae)
- Fledermausfalke (F. rufigularis)
- Fuchsfalke (F. alopex)
- Gerfalke (F. rusticolus)
- Graubartfalke (F. cenchroides)
- Graufalke (F. ardosiaceus)
- Habichtfalke (F. berigora)
- Luggerfalke (F. jugger)
- Lannerfalke (F. biarmicus)
- Madagaskarfalke (F. newtoni)
- Malaien-Baumfalke (F. severus)
- Maorifalke (F. novaeseelandiae)
- Mauritiusfalke (F. punctatus)
- Merlin (F. columbarius)
- Molukkenfalke (F. moluccensis)
- Präriefalke (F. mexicanus)
- Rotbrustfalke (F. deiroleucus)
- Rotfußfalke (F. vespertinus)
- Rothalsfalke (F. chicquera)
- Rußfalke (F. subniger)
- Rötelfalke (F. naumanni)
- Schieferfalke (F. concolor)
- Schwarzrückenfalke (F. dickinsoni)
- Seychellenfalke (F. araea)
- Silberfalke (F. hypoleucos)
- Steppenfalke (F. rupicoloides)
- Taitafalke (F. fasciinucha)
- Turmfalke (F. tinnunculus)
- Wanderfalke (F. peregrinus)
- Würgfalke (F. cherrug) (auch Sakerfalke)
- Wüstenfalke (F. pelegrinoides)
Beute
Zur bevorzugten Beute von Falken gehören Mäuse, Ratten, Maulwürfe, Hasen und Vögel.
Mythologie
Bei vielen Völkern spielt der Falke eine wichtige Rolle in der Mythologie. In der Ägyptische Mythologie hat der Sonnengott Horus, der die finsteren Mächte besiegt, den Kopf eines Falken. Bei den Kelten zählte der Falke als Übermittler zwischen dieser und der Anderswelt. Auch in der slawischen Mythologie ist der Falke (Sokol) eine Gestalt der Sonne und des Lichtes. Er ist bekannt für seinen großen Mut, seine scharfen Augen und kann in kürzester Zeit große Distanzen durchmessen. Deshalb ist er insbesondere der Vogel der Krieger. Die Helden der russischen Märchen verwandeln sich gerne in Falken, um schwierige Aufgaben zu bewältigen. Berühmtestes Beispiel ist der Märchenheld Finist-Strahlender Falke. Die heldenhaften Eigenschaften waren wohl auch der Grund, warum die tschechisch-nationale Turnervereinigung Sokol so heißt.



