Rikscha
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Bild:Rickshaw 01.jpg Bild:Rikscha.jpg Bild:Rikscha.600x400.jpg Bild:Fahrradrikscha 01 KMJ.jpg Bild:Velorikscha.jpg Rikschas sind kleine, zweirädrige von einem Menschen gezogene Gefährte zur Personenbeförderung. In der letzten Zeit werden auch Rikschas gebaut, die mit einem Fahrrad angetrieben werden. Diese Gefährte heißen dann Fahrradrikscha (auch: Fahrradtaxi).
Traditionell finden Rikschas in Asien Gebrauch, Fahrradrikschas gibt es aber auch in Europa, beispielsweise das Velotaxi in Berlin.
In Indien und vielen anderen süd- und südostasiatischen Länder finden sich so genannte "Autorikschas" oder "Motorikschas", dabei handelt es sich um Trikes die entweder mit einem Zweitakt oder Dieselmotor betrieben werden, siehe auch das Bild unten rechts
Geschichte
Die Rikscha ist eine Erfindung, die aus Japan stammt. Jin-riki-sha (人力車, 人 jin = Mensch, 力 riki = Kraft, 車 sha = Fahrzeug) bedeutet Menschenkraftwagen. Die chinesische Aussprache der gleichen Zeichen ist "renliche".
Egon Erwin Kisch beschreibt die Entstehung der Rikscha in seinem Buch "China geheim" folgendermaßen:
- "Die Jinrikscha kommt aus Japan, wenn auch ihr Erfinder ein Europäer war. Der Mann, der als erster den Einfall hatte, einem Handwagen einen Stuhl aufzusetzen und diesen Fahrstuhl als öffentliches Verkehrsmittel zu verwenden, war der anglikanische Geistliche Reverend M. B. Bailey, o Segnungen des Westens und der Kirche. Das geschah Anfang der siebziger Jahre in Tokio.
- Ein Franzose namens Ménard eilte nach China, nach Schanghai, um eine Konzession für den Rikschaverkehr zu erlangen. Aber die Stadträte der amerikanischen und englischen (später internationalen) sowie der französischen Gemeinde wußten, daß Ersetzung von Tier oder Maschine durch Menschenkraft hierzulande das sicherste Geschäft ist, und dachten gar nicht daran, dem flinken Importeur ein so einträgliches Monopol zu schenken. Sie beschlossen, gegen ansehnliche Steuern zwanzig Lizenzen für je zwanzig Rikschas auszugeben.
- Monsieur Ménard hätte über den Umstand, eine dieser Lizenzen zu bekommen, recht froh seine können, wenn, ja wenn er Geld genug gehabt hätte, die zwanzig Karren herstellen zu lassen. Er hatte es nicht, und so mußte er sich mit zwölfen begnügen. Das mißfiel den beiden Stadtverwaltungen, sie wollten jede Lizenz im Interesse ihrer Steuerkasse zwanzigfach ausgenützt sehen. Am 31. März 1875 entzogen sie ihm die Lizenz, ihm dem Pionier der Rikschas, die noch heute, im Zeitalter von Taxi, Privatauto, Autobus, Motorrad und Straßenbahn, der Französischen Konzession jährlich 267966 Tael und dem International Settlement 337030 Tael einbringen!"
Die Erfindung war ursprünglich für Europäer in Tokio gedacht, die die engen japanischen Sänften nicht benutzen konnten.
Fahrradrikscha
Fahrradrikschas (auch: Rikscha, Fahrradtaxi) sind muskelkraftbetriebene Fahrzeuge zur Personenbeförderung. Im Gegensatz zur traditionellen Rikscha wird eine Fahrradrikscha nicht vom Fahrer gezogen, sondern durch sein Pedalieren vorangetrieben.
Neben Taxidiensten werden in größeren deutschen Städten auch Kurierfahrten von Fahrradkurieren angeboten. Weiterhin können Fahrradrikschas mancherorts ausgeliehen werden, was gerne für besondere Anlässe wie Hochzeiten genutzt wird.
Viele europäische und amerikanische Hersteller statten seit einigen Jahren die Fahrradrikschas auch mit Elektromotoren aus, welche die Arbeit des Fahrers erleichtern und sich dadurch von dem "Dritte Welt Image" der klassischen asiatischen Fahrradrikscha zu distanzieren versuchen.
Weblinks
- Internationales Rickshawforum + Herstellerverzeichnis
- Ausstellung "Rikscha – Rikscha"
- www.Pro-Rikscha.de"
- (http://www.velocab.com/ Hersteller moderner Fahrradtaxis)



