Ernährungsform
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Die Ernährungsform einer Spezies definiert, von welchem Typ Nahrung sie sich (hauptsächlich) ernährt. Die grundlegendsten Ernährungsformen sind Fleischfresser (Carnivore), Pflanzenfresser (Herbivore), oder Allesfresser (Omnivore), es gibt hierin aber auch noch Unterteilungen.
Eine Spezies ist grundsätzlich auf ihre eigene Ernährungsform angepasst, was sich vor allem im Verdauungsapparat bemerkbar macht.
Anpassungen des Gebisses an die Form der Ernährung
Während Fleischfresser typischer Weise über Fang- und Reiß-Zähne verfügen, wie sie von klassischen Raubtiergebissen wie denen von Katzen bekannt ist, haben Pflanzenfresser wie zum Beispiel Kühe vollkommen fang- und reißzahnlose Gebisse, die dafür mit starken Mahlzähnen ausgestattet sind. Gebisse von Allesfressern sind sowohl für die Verarbeitung von Pflanzen als auch von Fleisch ausgelegt und enthalten sowohl etwa Reiß- und Schneide- als auch Mahlzähne.
Anpassungen von Magen und Darm
Weiters sind auch Magen und Darm an die Ernährungsform angepasst. Grundsätzlich gilt dabei für die Darmlänge: Fleischfresser haben kurze Därme, Pflanzenfresser lange; was verschiedene Gründe hat.
So geht Fleisch bei der Verdauung leicht in Fäulnis über, wenn es zu lange im Darm verbleibt. Damit die dabei entstehenden Fäulnisgifte nicht den Körper belasten, haben Fleischfresser kurze Därme, um ein zu langes Verweilen des Darminhaltes im Körper zu vermeiden. Eine Wolf hat beispielsweise einen etwa zwei Meter langen Darm.
Pflanzenmaterial hingegen muss lange im Darm verbleiben, um es der Darmflora zu ermöglichen, die chemisch recht „robusten“ pflanzlichen Zellwände (Cellulose) verdauen zu können. Ein typisches Hausrind verfügt folglich – neben vier Mägen – über einen zwölf Meter langen Darm.
Der Mensch als Allesfresser nimmt auch hier mit einer Darmlänge von sieben Metern eine Zwischenstellung ein, sein Darm ist darauf ausgelegt, sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung verwerten zu können.



