Entfernungsbestimmung
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Entfernungsbestimmung ist in der Astronomie der Vorgang, mit dem die Entfernung von astronomischen Objekten zur Erde bestimmt wird. Wichtige Verfahren der astronomischen Entfernungsbestimmung sind:
- Entfernungsbestimmung von Planeten (der Galaxis) durch Beobachtung der Umlaufzeiten der Planeten (siehe auch Keplersche Gesetze)
- Entfernungsmessung durch Laufzeitmessung elektromagnetischer Signale, wie z.B. die Laser-Entfernungsmessung zum Mond und die Radar-Messung des Abstands zur Venus (siehe auch terrestrische Distanzmessung, EDM)
- trigonometrische Verfahren, wie z.B. die Entfernungsbestimmung naher Sterne mit Hilfe der Parallaxe, die durch den Jahreslauf der Erde um die Sonne hervorgerufen wird (bis etwa 500 Lichtjahre)
- Spektroskopische Entfernungsbestimmung von einzelnen Sternen
- Entfernungsbestimmung von visuellen Doppelsternen über die Kepler-Gesetze
- Entfernungsbestimmung von Galaxien über den Zusammenhang zwischen Leuchtkraft und Periodendauer bei Cepheiden (bis etwa 50 Mill. Lichtjahre)
- Entfernungsbestimmung mittels der Helligkeit von Supernovae vom Typ Ia
- Entfernungsbestimmung von Kugelsternhaufen mittels ihrer Farbe und Helligkeit (Zweifarbendiagramm und Farben-Helligkeits-Diagramm)
- Entfernungsschätzung von Galaxien mittels ihrer scheinbaren Helligkeit oder Größe
- Kosmologische Entfernungsbestimmung mit Hilfe der Ausdehnung des Weltalls, Stichworte: Rotverschiebung und Hubble-Konstante
Prinzipiell geschieht die Entfernungsbestimmung von Sternen dadurch, dass durch spektroskopische und andere Verfahren (z.B. Pulsation von Veränderlichen) die absolute Helligkeit bestimmt werden kann und diese mit der scheinbaren Helligkeit verglichen wird.



