Dinokephalier
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Dinokephalier (griech.: "schreckliche Köpfe") sind eine Untergruppe der Therapsiden. Sie werden normalerweise zu den Reptilien gezählt, haben aber viele Eigenschaften, die heute nur noch bei Säugetieren anzutreffen sind. Ihre Blütezeit fällt in das mittlere Perm (vor ca. 270-260 Millionen Jahren) und sie starben Ende des Perm aus.
Dinokephalier zeichnen sich durch einen gedrungenen Körperbau und massige Schädel aus, die ihnen den Namen gegeben haben. Eine der bekanntesten Arten aus dieser Gruppe ist der Pflanzenfresser Moschops (griech.: "Schafsgesicht"). Ein weiterer Dinokephalier, Anteosaurus, war Fleischfresser. Wegen seines Körperbaus wird er vermutlich nicht besonders flink gewesen sein, und man vermutet, dass er eher schwerfällige Beute wie seine pflanzenfressenden Verwandten gejagt und mit roher Kraft überwältigt hat.
Einige Dinokephalier besaßen auffällige Auswüchse am Schädel, wie der vermutlich pflanzenfressende Estemmenosuchus, den man in Russland fand. Von diesem hat man auch Hautabdrücke gefunden, die den Schluss erlauben, dass Dinokephalier schon längst keine typischen Reptilien mit schuppiger Haut mehr waren, sondern mit ihrer glatten, vielleicht drüsenreichen (möglicherweise sogar behaarten) Haut eine Zwischenstufe zwischen Reptilien und Säugern darstellen. Von ihren Vorfahren, den Pelycosauriern, unterschieden sie sich deutlich: Ihr wärmesparender Körperbau und die Beschaffenheit ihrer Haut legen Spekulationen über eine mögliche Endothermie nahe.



