Coccolithophorida
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Die Coccolithophorida sind marine photoautotrophe Einzeller, bestehend aus einer häufig kugeligen Zelle, der Coccosphäre. Sie besitzen zwei etwa gleich lange Geißeln zur Fortbewegung und einige auch einen sehr kurzen Haftfaden (Haptonema). Ihre Chloroplasten enthalten Chlorophyll a und c. Die grüne Farbe der Chlorophylle wird durch Xanthine überdeckt, so dass sie gelb bis braun erscheinen.
Charakteristisch für die gesamte Gruppe ist die Ausbildung von Polysaccharid-Schuppen und von Kalkplättchen, den Coccolithen, die beide die Zellmembran bedecken und in sehr unterschiedlichen Formen ausgebildet werden. Die Funktion der Coccolithen ist dabei bislang nur unzureichend bekannt. Vermutet werden u.a. Fraßschutz, Auftriebsregulation, Lichtzuführung oder Kalzifikation zur Unterstützung der Photosynthese.
Coccolithophoriden gehören mit einer Größe von kleiner als 20 µm zum kalkigen Nanoplankton. Sie können in sehr großen Mengen auftreten und einen wesentlichen Teil des Meeresplanktons bilden. In besonders großen Mengen tritt die Art Emiliania huxleyi auf. Coccolithophorida traten in der Erdgeschichte gesteinsbildend auf, indem nach ihrem Absterben die Coccolithen sedimentieren und aus dem Sediment durch Diagenese Kalkgesteine gebildet werden. Coccolithen bilden unter anderem einen wesentlichen Bestandteil der Kreidefelsen von Rügen, Mön und der südenglischen Kreideküste bei Dover. Für die Wissenschaft sind sie von Bedeutung, da man anhand ihrer fossilen Reste in den Sedimenten sowohl auf das Alter dieser Ablagerungen als auch auf die ehemals herrschenden Umweltbedingungen schließen kann.



